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MO | 13.02.2012
Menschen warten im Arbeitsamt
Studie
Immer mehr Innsbrucker von Armut bedroht
Laut einer Studie der Österreichischen Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung (ÖGPP) ist jeder achte Innsbrucker gefährdet, in die Armut abzugleiten.
Einkommen stagnieren, Kosten steigen
Einkommensprobleme und auch drohende Armut machen immer mehr Innsbruckern das Leben schwer. Eine Studie der ÖGPP wartet jetzt mit erschreckenden Zahlen auf. So sind derzeit rund 16.000 Innsbrucker trotz Sozialleistungen armutsgefährdet.
Teilzeitarbeit
Immerhin hätten 44 Prozent der Innsbrucker Arbeitnehmer keinen "Normalarbeitsplatz" mehr und das führe dazu, dass die Einkommen eher im stagnieren sind, während die Kosten für die Lebenserhaltung spürbar steigen, so der Studienautor Andreas Höferl. Und das obwohl die Gesamttiroler Wirtschaft weiter wächst.
"Die Tiroler Wirtschaft wächst nach wir vor um drei bis vier Prozent im Jahr, das Problem besteht allerdings darin, dass die Arbeitnehmer einen immer kleiner werdenden Teil davon bekommen", so Höferl weiter.
Keine Trendwende in Sicht
Und eine Trendwende sei nicht in Sicht, Höferl: "Für die nächsten Jahre sieht es für die starke Auseinaderentwicklung von Einkommen und Lebenshaltungskosten düster aus. Man muss damit rechnen, dass die Armutsgefährdung und die Armut selber spürbar steigen werden, auch mit negativen Rückwirkungen auf die lokale Wirtschaft."

Damit könnte Innsbruck sozusagen ein Negativmotor für die anderen Tiroler Bezirke sein. Höferl fügt noch an, dass bereits jeder Dritte um seinen Arbeitsplatz fürchtet.
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