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MI | 11.04.2012
Fingerabdruck (Bild: APA)
OGH sagt Nein
Nun doch keine Fingerprint-Zeiterfassung
Für Aufregung hat ein neues Zeiterfassungssystem am Krankenhaus St. Johann gesorgt. Per Fingerabdruck sollte die Anwesenheit der Mitarbeiter überprüft werden. Nun beugt man sich aber einem OGH-Urteil.
Gegen neues System mobil gemacht
Betriebsrat, Arbeiterkammer und ARGE Datenschutz hatten gegen das neue System mobil gemacht. Per einstweilige Verfügung wurde versucht, die bereits installierte Zeiterfassung durch Fingerabdruck zu stoppen.
OGH: Maßnahme schießt über Ziel hinaus
Laut OGH schießt die Maßnahme über das Ziel hinaus. Müssen Arbeitnehmer ohne Einwilligung des Betriebsrates per Fingerabdruck im Betrieb einchecken, dann ist das laut OGH für Arbeitsverhältnisse in einem Krankenhaus weder typisch noch notwendig. Herkömmliche Systeme, etwa Magnetkarten, sind demnach durchaus ausreichend.
Hätte früher mit Betriebsrat sprechen sollen
Laut AK hätte sich das Krankenhaus sowohl die Prozesskosten wie auch die rund 22.000 Euro für das Fingerabdrucksystem sparen können, wenn man früh genug mit dem Betriebsrat gesprochen hätte.
Krankenhausführung will einlenken
Einlenken will nach dem OGH-Entscheid die Krankenhausführung. Franz Höck, Verwaltungsdirektor des Bezirkskrankenhauses St. Johann, sagte gegenüber Radio Tirol, der Leitung des Spitals sei die Tragweite der Entscheidung für das neue Zeitkontrollsystem nicht bewusst gewesen.

Man habe nur das modernste Zeiterfassungssystem wählen wollen. Zur OGH-Verfügung kündigt der oberste Verwalter des Bezirkskrankenhauses an, diese werde akzeptiert und nicht angefochten.
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