Handymasten für viele Tiroler Dorn im Auge Seine Jahresbilanz hat am Dienstag der Volksanwalt des Landes Tirol vorgelegt. Eine auffällige Häufung von Anfragen und Beschwerden gab es im Vorjahr in Sachen Handymasten in Tirol.
"Bürger sollen vorher informiert werden" Vor dem Aufstellen von Handymasten - so wie kürzlich in Telfs - sollte es künftig mehr Information für betroffene Anrainer geben. Diese Forderung kommt vom Tiroler Volksanwalt und wird an den Landtag weitergeleitet.
Volksanwalt Josef Hauser berichtet von zunehmenden Problemen mit fehlendem Nachbarschaftsschutz im Zusammenhang mit Handymasten. Proteste gegen den Großmasten in Telfs hätten eine Flut von entsprechenden weiteren Beschwerden nach sich gezogen.
Volksanwalt Josef Hauser: "Es geht darum, dass die Leute informiert werden wollen und nicht über die Köpfe hinweg entschieden werden soll. Es gibt Beispiele, bei denen Gespräche im Vorfeld der Errichtung von Masten zu alternativen Standorten geführt haben. Das wäre der Vorteil einer Anzeigenpflicht bei Handymasten."
Landeshauptmann für Anzeigenpflicht Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP) sagt dazu, er nehme die gesundheitlichen Sorgen der Anrainer von Handymasten ernst. Mehr Information für betroffene Bürger kann er sich vorstellen:
"Es stellt sich natürlich die Frage, wie weit die Nachbarschaftsrechte gehen. Es kann nicht so sein, dass dann überhaupt jedes Vorhaben nicht mehr möglich ist. Aber den Vorschlag des Volksanwalts einer Anzeigenpflicht nehme ich an und werde mich dafür verwenden."
Der Landesvolksanwalt wünscht sich eine verstärkte Informationspflicht vor dem Aufstellen von Handymasten, wie sie etwa in Oberösterreich bereits bestehe und sich bewährt habe.
Meist soziale Beschwerdefälle
5.000 Tirolerinnen und Tiroler haben sich im Vorjahr Hilfe suchend an den Volksanwalt gewendet. Die Zahl der Beschwerdefälle ist - bei einer steigenden Zahl von Beratungen - gleich geblieben. In den meisten Fällen geht es um soziale Fragen.