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Innsbrucker Forscher |
17.04.2007 |
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Gletscher auf Kilimandscharo wuchsen 2006
Die Gletscher auf dem höchsten Berg Afrikas, dem Kilimandscharo, sind heuer nach langem wieder gewachsen. Das haben Innsbrucker Forscher jetzt herausgefunden. Verantwortlich dafür waren starke Schneefälle im Dezember.
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Rund ein halber Meter "Zuwachs"
Starke Schneefälle zwischen Oktober und Dezember 2006 sorgten dafür, dass die Eismassen um einen halben Meter an Mächtigkeit gewannen. Seit rund 120 Jahren wurden auf dem 5.895 Meter hohen Kilimandscharo ein allgemeiner Masseverluste bei den Gletschern verzeichnet.
Seit 2000 untersucht ein Team um Georg Kaser und Thomas Mölg von der Tropical Glaciology Group am Institut für Geografie der Uni Innsbruck in Kooperation mit der University of Massachusetts die Klimaentwicklung am Kibo, der vergletscherten Region des Berges.
Mittels dreier automatischer Wetterstationen werden die Daten erhoben. "Während von 2000 bis 2005 die Gletscheroberflächen zwischen einem halben und einem Meter pro Jahr absanken, stiegen sie 2006 im Mittel um einen halben Meter an", sagte Mölg der APA.
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El-Nino hatte die Finger im Spiel
Das El-Nino-Wetterphänomen, wie es sich auch im Sommer 2006 gezeigt hatte, ist für überdurchschnittlich hohe Niederschläge von Oktober bis Dezember in der ostafrikanischen Tiefebene verantwortlich. Die Wetterstationen registrierten nun nach Angaben der Forscher erstmals, dass dieser Zusammenhang auch für die höher gelegenen Regionen zutreffen könnte.
"Die Daten zeigen, was für eine große Rolle die Niederschlagsmenge für die Gletscher spielt", so Mölg. Die Häufigkeit und Menge des Niederschlags seien einflussreicher als die Lufttemperatur, die in der Gipfelregion im Mittel minus sieben Grad Celsius beträgt.
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Keine Beweis für Anti-Klimawandel
"Unser Befund widerspricht keineswegs einer globalen Erderwärmung", unterstreicht Mölg. Mehrere Klimasimulationen hätten gezeigt, dass großräumige Strömungsmuster, die dafür zuständig sind, dass Feuchtigkeit aus dem Indischen Ozean und Niederschläge nach Ostafrika kommen, im 20. Jahrhundert seltener auftraten. Die globale Erwärmung ginge mit einem regionalen Austrocknen in den Tropen einher.
Denn bei aller positiven Bilanz im Jahr 2006: "Der ausgesprochen starke Schneefall im Vorjahr kann nicht die großen Masseverluste der letzten 120 Jahre auffangen", sagt Mölg: "Die El-Nino-Häufigkeit liegt bei alle fünf bis sieben Jahre. Dann ist auch wieder mit einem Massegewinn bei den Gletschern auf dem Kilimandscharo zu rechnen."
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