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Natura-2000 |
18.07.2007 |
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EU klagt Österreich wegen Isel
Die EU-Kommission hat jetzt gegen Österreich vor dem Europäischen Gerichtshof Klage wegen der Isel eingebracht. Der Grund: Österreich hat den Fluss bisher nicht als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen.
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Tamariske Indikator für intakte Flüsse
Für Osttirols Naturschützer ist die Sache schon seit Jahren klar: Die Isel ist der letzte frei fließende Gletscherfluss der Alpen und daher besonders schützenswert. Noch dazu zeige das Vorkommen der deutschen Tamariske, einem eigentlich unscheinbaren Strauch, wie intakt die Flusslandschaft sei.
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Osttirols Naturschützer und die EU-Kommission haben daher verlangt, dass Österreich und Tirol die Isel als Natura-2000-Schutzgebiet ausweisen.
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Obwexer: "EU hat stichhaltige Argumente"
Beim Land Tirol bleibt man auch am Mittwoch dabei: Die deutsche Tamariske sei ausreichend geschützt. Die EU-Klage kenne man noch nicht.
Allerdings dürfte die Isel jetzt wohl Natura-2000-Schutzgebiet werden. Denn eine solche Klage hat laut Europarechtsexperten Walter Obwexer noch kein Mitgliedsstaat gewonnen. Die Argumente der EU-Kommission seien stichhaltig.
Strittig ist in Osttirol, was es wert ist, wenn die Isel ein Natura-2000-Schutzgebiet wird: Laut Naturschützern bringe das viele EU-Fördergelder. Laut Matreis Bürgermeister Andreas Köll müssten dadurch voraussichtlich Industrie- und Gewerbegebiete an der Isel eingeschränkt werden.
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TIWAG: Auffangbecken nicht mehr aktuell
Die TIWAG hält unterdessen an ihren Kraftwerksplänen in Osttirol fest. Am Tauernbach, einem Zubringer der Isel, will die TIWAG nach derzeitigen Planungen ein Kraftwerk errichten. Ein ursprünglich vorgesehenes Auffangbecken an der Isel sei dabei nicht mehr aktuell, sagt TIWAG-Chef Bruno Wallnöfer.
Insofern sei das Kraftwerksprojekt auch nicht von einer allfälligen Nominierung der Isel als Natura-2000-Schutzgebiet betroffen, zeigt sich der TIWAG-Chef in einer ersten Reaktion überzeugt.
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AV: Vereinbarkeit prüfen
Dem widerspricht der Alpenverein. Denn es müssten auch Beeinträchtigungen an Oberlauf und Zubringern der Isel berücksichtigt werden, sollte der Fluss unter Schutz gestellt werden. Eine Verschlechterung sei bei Natura-2000-Gebieten verboten, sagt Peter Haßlacher von der Naturschutz-Abteilung des Alpenvereins. Und da müsse sich erst zeigen, ob sich das mit einem Kraftwerk am Tauernbach vereinbaren lasse.
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tirol.ORF.at
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