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kein "Organtourismus" |
31.07.2007 |
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Ausländer scheitern an strengen Kriterien
Das ZDF hat unlängst von verzweifelten Deutschen berichtet, die ihren Wohnsitz nach Tirol verlegt hätten, um hier schneller zu Spendernieren zu kommen. Die Innsbrucker Klinik winkt ab: Es drohe kein "Organtourismus".
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Von heimischem Dialysezentrum zugewiesen
Wer an der Innsbrucker Klinik eine Niere transplantiert bekommen möchte, muss nicht nur seinen Lebensmittelpunkt samt Wohnsitz hier zu Lande haben, sondern auch von einem heimischen Dialysezentrum zugewiesen werden.
Das bedeutet, die vier Stunden Dialyse drei Mal pro Woche müssen in Österreich durchgeführt werden. Für berufstätige Deutsche wäre das kaum zu bewerkstelligen.
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Wettlauf mit dem Tod
Rund 12.000 Menschen in Deutschland warten auf ein lebensrettendes Herz, eine Lunge, Leber, Bauchspeicheldrüse oder Niere. Es ist ein Wettlauf mit dem Tod, den viele nicht überleben. Jährlich sterben etwa 1.000 Patienten, die auf der Warteliste für Spenderorgane stehen.
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Zwei Drittel der Deutschen zu Organspende bereit. |
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Umfrage für ZDF-Magazin "Frontal21"
Rund zwei Drittel der Deutschen wären im Falle ihres Todes bereit zu einer Organspende. Das ergibt eine aktuelle Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen in Mannheim für das ZDF-Magazin "Frontal21". Knapp 23 Prozent lehnen eine Organentnahme ab, weitere zehn Prozent sind unentschieden.
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Lange Wartezeiten in Deutschland
Die Nachfrage sei angesichts fast doppelt so langer Wartezeiten auf Nieren in Deutschland verständlich, sagt Professor Raimund Margreiter, Chef der Innsbrucker Klinik für Chirurgie.
Zwar hätten es in den letzten Jahren zahlreiche Menschen versucht, doch nur wenige hätten es schlussendlich geschafft, auf die Liste gesetzt zu werden, so Margreiter.
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Nur wenige Deutsche
Seit Beginn der Nierentransplantation in Innsbruck hätten dort höchstens fünf Deutsche neue Organe erhalten, also fünf von etwa 3.000 Transplantierten, sagt Margreiter.
Die Zahl der deutschen Empfänger liege also im Promillebereich. Eine Änderung sei nicht in Sicht.
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Deutsche Regelung. |
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Spender muss zu Lebzeiten zustimmen
In Deutschland gilt die erweiterte Zustimmungslösung. Nur wenn der Spender zu Lebzeiten oder seine Angehörigen nach seinem Tod einer Spende zugestimmt haben, dürfen Organe entnommen werden.
Der Nationale Ethikrat hat deshalb kürzlich eine Neuregelung vorgeschlagen. Danach soll sich jeder per Erklärung für oder gegen eine Organentnahme entscheiden.
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Widerspruchsregelung in Österreich
Andere Länder wie Österreich, Spanien und Schweden verfahren nach der Widerspruchsregelung: Jeder gilt als potenzieller Spender - es sei denn, er hat der Entnahme ausdrücklich widersprochen.
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Links:
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