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Transplantation |
02.08.2007 |
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"Organentnahme bei Ausländern illegal"
Europaweit unterschiedliche Regelungen bei Organentnahmen für Transplantationen sorgen in Tirol derzeit für Diskussionen. Laut Rechtsmeinung eines Experten, darf etwa einem Deutschen kein Organ entnommen werden.
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Jährlich werden an der Innsbrucker Klinik an die 250 Organe verpflanzt. Damit kann vielen Menschen das Leben gerettet oder zumindest um Jahre verlängert werden.
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Barta: "Steinzeitliche Rechtsanwendung"
Laut österreichischem Krankenanstaltengesetz ist es zulässig, jedem Verstorbenen Organe für eine Transplantation zu entnehmen, außer er hat sich zu Lebzeiten dagegen schriftlich ausgesprochen.
In Deutschland hingegen ist eine Organentnahme von der Zustimmung des Organspenders abhängig. Bei tödlichen Unfällen von Ausländern in Tirol werde in vielen Fällen die österreichische Rechtssprechung angewandt. Das findet der Experte für Medizinrecht, Heinz Barta von der Uni Innsbruck unzulässig.
"Auf diese Ausländer österreichisches Recht ohne Rücksichtsnahme auf das Persönlichkeitsrecht und das internationale Privatrecht stellt für mich eine steinzeitliche Anwendung von Recht dar. Diese ist illegal."
Außerdem sei in Österreich auch die Entnahme von mehr als zwei Organen nicht rechtskonform, ergänzt Barta.
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Raimund Margreiter: "Nichts zu verbergen"
Dr. Raimund Margreiter, Chef der Transplantationschirurgie an der Innsbrucker Klinik, ist sich keiner Schuld bewusst: "Wir haben nichts zu verbergen und müssen uns dafür auch nicht entschuldigen", so Margreiter gegenüber dem ORF Tirol.
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tirol.ORF.at; 31.7.07
Das ZDF hat unlängst von verzweifelten Deutschen berichtet, die ihren Wohnsitz nach Tirol verlegt hätten, um hier schneller zu Spendernieren zu kommen. Die Innsbrucker Klinik winkt ab: Es drohe kein "Organtourismus".
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