Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Beschädigte Straßenbahn (Bild: APA)
Strassenbahnunglück
Prozess gegen IVB-Lenker vertagt
Am Montag begann in Innsbruck der Prozess rund um den Zusammenstoß der Straßenbahn mit einem IVB-Bus. Beim Unfall wurden mehrere Passagiere schwer verletzt. Beide Chauffeure wiesen jede Schuld von sich. Der Prozess wurde vertagt.
Straßenbahn krachte in IVB-Bus
Am 3. Februar des Vorjahres stießen vor dem Innsbrucker Hauptbahnhof eine Straßenbahn und ein Bus der Innsbrucker Verkehrsbetriebe zusammen. Der Busfahrer wurde eingeklemmt und konnte erst durch Einsatz der Bergeschere befreit werden.
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Zusammenstoß mit 50 km/h
Sicher ist, dass die beiden IVB Chauffeure zu schnell unterwegs waren. Laut Fahrtenschreiber wurden 27 km/h bei der Straßenbahn und 23 km/h beim Bus gemessen. Der Zusammenstoß mit 50 km/h war dementsprechend hart. Drei Mal so stark, wie bei der erlaubten Geschwindigkeit, so der Gutachter.
Fahrer laut Gutachten zu schnell unterwegs
"Es war damals nass und rutschig, die Räder haben durchgedreht, deswegen hat der Fahrtenschreiber die Geschwindigkeit von 27 km/h aufgezeichnet", so der Tramfahrer vor Gericht.

Das stimme nicht, sagte der Gutachter. Anhand von technischen Details, bewies er, dass der Fahrer einfach zu schnell unterwegs war.

Der Buslenker beteuerte er habe nur beschleunigt um noch auszuweichen, bevor er in die Straßenbahn krachte.
Fehlstellung der Weiche durch Fahrfehler
Offen blieb heute die Frage warum die Weiche statt geradeaus nach links gestellt war: Der Fahrer: "Ich habe die Weiche richtig gestellt, sie muss defekt gewesen sein. Diese Weiche spinnt immer wieder." Der Gutachter dazu: "Die technischen Aufzeichnungen beweisen, dass die Weiche richtig gestellt war. Es handle sich um einen Fahrfehler."

Der Richter hat die Verhandlung vertagt, weil der Verteidiger Zeugen vorladen will, die von der Fehlfunktion der Weiche zu berichten wüssten.
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