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MO | 13.02.2012
Schaf mit Blauzungenkrankheit (Bild: Land Tirol)
Tierseuche
Blauzungenvirus - Tirol ist Überwachungszone
Die Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern nähert sich Tirol. Ab Freitag wird über Tirol eine Überwachungszone verhängt. Diese Maßnahme wurde durch den Ausbruch der Krankheit im bayrischen Immenstadt notwendig.
Noch kein erkranktes Tier in Tirol
In Tirol gibt es noch kein erkranktes Tier, doch die Seuche steht vor der Haustür im Allgäu.
Ab Freitag hat das Gesundheitsministerium die Überwachungszone in Tirol verhängt. Ab dann dürfen Zuchttiere nur noch mit einem Bluttest, der die Gesundheit des Tieres bescheinigt, exportiert werden.

Die Kosten von 25 Euro für die Blutabnahme müssen die Bauern bezahlen, die Tests übernimmt das Land.

Innerhalb der Überwachungszone darf frei gehandelt werden.
Für Schlachtvieh gelten keine Beschränkungen, so die Veterinärabteilung des Landes, weil die Krankheit nicht auf den Menschen übertragen werden kann.

Gefahr steigt im Frühjahr
Tirols Landesveterinärdirektor Dr. Eduard Wallnöfer rechnet trotz der Vorsichtsmaßnahmen im kommenden Jahr mit ersten Blauzungenkrankheitsfällen bei Tieren auch in Tirol.
Eduard Wallnöfer: "Wenn der Verlauf in den mitteleuropäischen Ländern, Deutschland, Holland, Luxemburg usw. weiterhin so vor sich geht wie bisher, wird im Frühjahr die Gefahr steigen, dass auch wir die Krankheit in unser Land bekommen. Eine Mücke ist in ihrer Verbreitung nicht aufzuhalten.

Unsere Hoffnung ist, dass die Mücke in höheren Lagen nicht vorkommt bzw., dass sie sich dort nicht ausbreitet.

Wenn das der Fall wäre, dann wäre das ein nicht abschätzbares Problem. Die Tiere auf den Almen können nicht jeden Tag betreut werden. Das müssen wir genau beobachten."
Für den Konsumenten bestehe keine Gefahr, so Wallnöfer. Vor seiner Schlachtung werde jedes Tier lebend untersucht, anschließend wird auch der Schlachtkörper untersucht.
Vor allem Schafe betroffen
Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht ansteckende, von Insekten übertragene Viruserkrankung der Schafe, Ziegen, Rinder und wildlebenden Wiederkäuern.

Geschwollene Lippen und Zunge mit blauroter Färbung, hohes Fieber, Ausfluss und Atembeschwerden, das sind nur einige Symptome, die der Virus der Blauzungenkrankheit auslöst.

Schwer betroffen sind vor allem Schafe. Rinder trifft die Seuche weniger stark, doch der Virus wird aggressiver, so der Oberste Veterinärchef in Wien, Dr. Herzog.
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