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MI | 11.04.2012
Aschenbecher (Bild: ORF.at)
Gesundheit
Kitzbüheler Tourismus-Chef für Rauchverbot
Für ein generelles Rauchverbot in der österreichischen Gastronomie setzt sich der Obmann des Kitzbüheler Tourismusverbandes Christian Harisch ein. Österreich sei das Raucherparadies Europas.
Harisch: "Mitarbeiter massiv gefährdet"
Christian Harisch hat es auf den Punkt gebracht, wo andere sich winden. Vom Standpunkt der Gesundheit aus, sei ein generelles Rauchverbot in allen Gastronomiebetrieben unumgänglich, sagt er: "Wir verkaufen uns in Europa als Feinkostladen. Gesundheit, Natur, Wellness, die Berge, die gute Luft – das ist unsere Werbebotschaft, mit der wir die Schönheit unseres Landes im Ausland populär machen. Auf der anderen Seite sind wir das Raucherparadies Europas. Zwischen Bayern und Italien sind wir die Raucherzone. Unsere Mitarbeiter werden durch das Passivrauchen massiv gefährdet."

Ganz anders sieht das sein Hotelierskollege und Tourismusverbandsobmann Alfons Parth aus Ischgl. Auch das Gesundheitsargument lässt er nicht gelten:
Parth: "Das ist Bevormundung"
"Ich glaube, es gehört zum Genuss und zum Wohlgefühl im Urlaub. Ich finde das eine reine Bevormundung. Eine gute Zigarre oder Zigarette ist, wenn sie einem schmeckt, auch ein Gesundheitsaspekt."
Harisch für Bestimmungen wie in Bayern
Derzeit werden in den meisten Tiroler Gastronomiebetrieben Raucher und Nichtraucher etwa in eigenen Stuben getrennt. Das bringt kleinere Betriebe allerdings in Schwierigkeiten. Sie fordern eine einheitliche Lösung: Entweder es darf nirgendwo geraucht werden oder überall. Ein rigoroses Rauchverbot nach dem Vorbild Italiens oder Bayerns will auch die Tiroler Wirtschaftskammer derzeit nicht.
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