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Patenschaft |
02.02.2008 |
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Neue Form der Flüchtlingsintegration in Tirol
Erstmals soll in Tirol soll eine neue Form der Integration von Flüchtlingen erprobt werden. In einem gemeinsamen Projekt der Universität Innsbruck und der Caritas können Tiroler für Flüchtlinge Patenschaften übernehmen.
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Freiwillige werden von Profis geschult
Männer und Frauen übernehmen auf ehrenamtlicher Basis auf sechs Monate begrenzt eine Patenschaft für Einzelpersonen oder für Flüchtlingsfamilien aus Afghanistan oder Tschetschenien.
Die Freiwilligen werden in kostenlosen Seminaren von anerkannten Experten eingeschult und erhalten vom Institut für Psychologie Begleitung, Supervision und bei Bedarf auch Dolmetscher.
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Paten bekommen Umkosten ersetzt
Bei dem Projekt geht es nicht um finanzielle, sondern um emotionelle Unterstützung. Gegebenenfalls kann dies auch Hilfestellung einschließen bei Behördenwegen oder bei der Suche nach Arbeit, einer Wohnung, einer geeigneten Schule oder nach Deutschkursen.
Die konkrete Gestaltung einer Patenschaft ist relativ frei, es soll aber etwa einmal pro Woche ein Treffen geben. Umkosten sollen den Paten ersetzt werden.
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Forschungsprojekt
Das Projekt ist als Forschungsprojekt angelegt. Projektleiter Walter Renner vom Institut für Psychologie sagt, in Kanada oder Australien gebe es diese Form der Flüchtlingshilfe schon länger. Nur gebe es bisher kaum Untersuchungen darüber, wie wirksam diese Form der Hilfe sei. Bei dem Projekt in Tirol erhalten die Betreuten regelmäßig Fragebögen, in denen erhoben wird, wie sich ihre Situation in der Zeit der Patenschaft verändert.
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Betreute sind keine Asylwerber
Bei dem Projekt werden keine Asylwerber betreut, sondern Menschen die bereits eine Aufenthaltsberechtigung haben.
Die Situation solcher Menschen sei anders als die von Asylwerbern, so Renner. Es falle zwar die nervliche Belastung durch einen offenen Asylantrag weg, nun gebe es aber eine Reihe anderer Herausforderungen: Die Leute müssen aus den Heimen ausziehen, bekommen gewisse Unterstützungen nicht mehr und müssen nun selbst schauen, wie sie ihr Leben bewältigen können.
Interessierte können sich beim Projektleiter Walter Renner melden: walter.renner@uibk.ac.at
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