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MI | 11.04.2012
Achensee (Bild: ORF)
Achensee
Mann tauchte in Panik aus 55 Metern Tiefe auf
Am Achensee in Achenkirch hat es am Vormittag einen Tauchunfall gegeben. Ein Mann aus Fügen tauchte in Panik zu schnell an die Oberfläche. Er wurde ins Krankenhaus Murnau geflogen.
Lungenautomat vereiste
Der 29-jährige Fügener tauchte am Vormittag zusammen mit einem Kollegen vom Tauchclub Innsbruck in einer Tiefe von 55 Metern. Weil sein Lungenautomat vereiste, bekam er kurzfristig keine Luft mehr und tauchte in Panik schnell an die Oberfläche. Er erlitt dadurch einen sogenannten Dekompressionsunfall.
In die Druckkammer nach Murnau gebracht
Unter den am Ufer wartenden Tauchclubmitgliedern haben sich laut Polizei auch Ärzte befunden. Diese stabilisierten den noch ansprechbaren Verletzten und führten eine Erstversorgung durch. Der Mann habe sich allerdings nicht in Lebensgefahr befunden.

Der Notarzthubschrauber Martin 4 flog den Mann ins Unfallkrankenhaus nach Murnau, das mit einer Druckkammer für Tauchunfälle ausgerüstet ist.
Tauchen in fast völliger Dunkelheit
Dass Lungenautomaten beim Tauchen im Winter vereisen und damit keine Luft mehr geben, kommt immer wieder vor. Aus diesem Grund wird beim Tauchen in Seen auch ein zweiter Lungenautomat verwendet, der fix zur Ausrüstung gehört.

Auch der Taucher war vorschriftsmäßig mit einer solchen "zweiten Stufe" ausgerüstet. Wäre er beim Wegbleiben der Luft also nicht in Panik geraten, sondern hätte seinen zweiten Automaten benutzt, wäre ihm aller Wahrscheinlichkeit nach gar nichts passiert. Dass Taucher in so einem Fall aber in Panik geraten ist insofern verständlich, weil in diesen Tiefen, abgesehen vom eher schwachen Schein der Taucherlampe, völlige Dunkelheit herrscht. Auch der Partner, der in unmittelbarer Nähe taucht, wird oft nicht mehr gesehen und kann nicht schnell genug reagieren.
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