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DI | 14.02.2012
EM-Pokal (Bild: APA/Roland Schlager)
EM 2008
Tiroler will EM-Pokal beschlagnahmen lassen
Unglaublich, aber wahr: Weil er sich von der UEFA als Stadionsprecher ausgebootet fühlt, hat der Tiroler Michael Kriess diese geklagt. Quasi als Sicherheit will er jetzt den EM-Pokal beschlagnahmen lassen.
Rechtsstreit als Auslöser
Auslöser für das skurrile Vorhaben ist ein Rechtsstreit zwischen Kriess und der UEFA. Er hätte vertraglich zugesichert bei der Euro 2008 als Stadionsprecher tätig sein sollen. Kurz vor der Euro habe die UEFA die Verträge gekündigt.

Weil er andere Aufträge wegen seines Engagements bei der EM abgesagt hat, sei ihm ein Schaden von etlichen tausend Euro entstanden. Jetz will Kriess den Pokal quasi als Sicherheit.
Kriess kein Unbekannter
Für Aufsehen sorgte Kriess, dessen Vater Werner in den 1970er Jahren 15-mal das österreichische Teamdress trug, im September des Vorjahres, als er nach dürftigen Leistungen der Hickersberger-Elf die Initiative "Österreich zeigt Rückgrat" startete. Kernpunkt: Österreich solle freiwillig auf die EM verzichten, da die Leistungen nicht entsprechend gewesen seien.

"Volk begnadet für das Schöne, heißt es in unserer Hymne", sagte Kriess damals, "das sehe ich bei unserem Fußball nicht." Auf der Homepage war der österreichische Bundesadler zu sehen, von einem Ball getroffen. Deshalb wurde Kriess zu 1.500 Euro Strafe verurteilt.

Am 4. Juni hätte die Berufungsverhandlung vor dem Unabhängigen Verwaltungssenat in Innsbruck stattfinden sollen, doch der Termin wurde wegen Erkrankung des Richters abgesagt.
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