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MI | 11.04.2012
Bilder: ORF.at
Südtirol
Späte Einigung um Ötzi-Finderlohn
17 Jahre nach der Entdeckung der Gletschermumie Ötzi zeichnet sich eine Einigung im langen Streit um den Finderlohn ab. Die Angehörigen des verstorbenen Ötzi-Finders Helmuth Simon sollen bald einen Scheck erhalten.
Sechsstellige Summe soll übergeben werden
Der Nürnberger Rechtsanwalt der Familie Simon, Georg Rudolph hat sich nach eigenen Angaben in streng vertraulichen Gesprächen mit dem Südtiroler Landeshauptmann Luis Durnwalder auf einen Betrag geeinigt. Es soll eine sechsstellige Summe sein. Ende Oktober soll der Scheck in Bozen übergeben werden.

Helmut Simon hatte Ötzi im September 1991 am Tisenjoch gefunden. Später hatte er neben der Anerkennung als Finder des Eismanns auch einen Finderlohn gefordert und mehrere italienische Gerichte bemüht, weil die Südtiroler Landesregierung nur einige Tausend Euro zahlen wollte.
Finder vor vier Jahren ums Leben gekommen
Zuletzt hatte der Anwalt der Simon-Witwe 150.000 Euro verlangt. Das Angebot des Landes Südtirol war auf 50.000 Euro erhöht worden. Nun scheinen beide Seiten einen gemeinsamen Nenner gefunden zu haben.

Helmut Simon war vor vier Jahren bei einer Wanderung in den Salzburger Bergen ums Leben gekommen. Ein Großteil des Finderlohns wird bei den Anwälten hängen bleiben. Ötzi hat den Findern kein Glück gebracht.
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