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MO | 13.02.2012
CD mit Kinderpornografie (Bild: APA)
Kriminalität
Mehr Anzeigen wegen Kinderpornografie
Anfang der Woche ist ein Deutscher im Oberland unter dem Verdacht verhaftet worden, von seiner minderjährigen Freundin Pornobilder angefertigt zu haben. Derartige Delikte sind heuer in Tirol verstärkt angezeigt worden.
Internationale Schwerpunktaktionen
In den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres hat es in Tirol schon 94 Anzeigen wegen pornografischer Darstellung Minderjähriger gegeben. Das ist ein sattes Plus von 161 Prozent im Vorjahresvergleich.

Justiz und Polizei führen diese starke Steigerung auf den verstärkten internationalen Kampf gegen Kinderpornos zurück. Internationale Schwerpunktaktionen wie zuletzt in Deutschland oder England lassen die Zahl der Anzeigen emporschnellen und sind ein Ausdruck dafür, dass diese Art von Verbrechen von den Behörden Ernst genommen wird.
Bis zu drei Jahren Haft
Die Tiroler Justiz verurteilt vor allem Täter, die Kinderpornos aus dem Internet herunterladen, was mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft wird. In etwa einem Drittel der Fälle geben Kinderpornobesitzer Bilder weiter, was mit Haft bis zu drei Jahren geahndet wird.

Selten oder gar nicht kommt in Tirol das Delikt der professionellen Weitergabe im Rahmen einer kriminellen Bande oder sogar das Anfertigen von Kinderpornos vor - bisher zumindest.
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