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MO | 13.02.2012
Schlepperkönig (Bild: ORF)
"Schlepperkönig"
Verliebter Innsbrucker wanderte in U-Haft
Ein Innsbrucker hat 2007 eine Frau aus Kuba kennengelernt. Statt Liebe zu erleben ist er als mutmaßlicher Schlepper in Untersuchungshaft gewandert. Jetzt hat er seine Geschichte in Form eines Musikvideos verarbeitet.
Polizei stand vor der Tür.
Vorwurf des Menschenhandels
Armin Authried hat im Jahr 2007 in der Salsaszene von Innsbruck eine Kubanerin kennengelernt. Doch bald folgt für ihn ein böses Erwachen. Er lud im Laufe der Zeit fünf Freunde und Verwandte der Frau ein. Die Personen seien legal in den Schengenraum eingereist und nach Ablauf des Visums auch wieder ausgereist, so Authried. Eines Tages stand die Polizei vor der Authrieds Haustür und warf ihm Menschenhandel und Schlepperei vor.

Für die Staatsanwaltschaft ist die Sachlage eindeutig, so Wilfried Siegele, Sprecher der Staatsanwaltschaft Innsbruck:
Ein bis zehn Jahre Gefängnis möglich
"Es geht um das Verbrechen der entgeltlichen Schlepperei im Rahmen einer kriminellen Organisation. Das Strafgesetz sieht für solch eine Tat eine Freiheitsstrafe von ein bis zehn Jahren vor."
Amins Freunde wollen ihn nicht hängen lassen. Sie haben in einem Video mitgewirkt, mit dem sie Armin den Rücken stärken wollen, sagt Michael Bern, Sänger und Anwalt: "Armin büßt für die unsichere Rechtslage, wenn er drei Monate in U-Haft sitzt." Bern hat zu Authrieds Geschichte ein Lied komponiert und gesungen.
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