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MO | 13.02.2012
Solarpotential für Dachflächen (Bild: ORF)
ENERGIE
Messverfahren bestimmt Solarpotenzial
Mit einem Messverfahren kann bestimmt werden, wie viel Solarstrom auf einem Dach produziert werden kann. So kann Solarpotenzial für einzelne Flächen bestimmt werden. Bäume oder Häuser, die Schatten werfen, werden dabei berücksichtigt.
Messverfahren errechnet, wie viel Solarstrom von bestimmter Fläche zu gewinnen ist.
Solarpotenzial wird bestimmt
Solarpotenzial bezeichnet die Menge an Sonnenenergie, die im Verlauf eines Jahres auf eine bestimmte Fläche - etwa einem Dach - mit Solaranlange zu gewinnen ist. Das Verfahren, das eine Innsbrucker Firma in eineinhalb Jahren entwickelt hat, errechnet, wie viel Solarstrom wo zu holen ist, sagte Laserdata-Geschäftsführer Frederic Petrini:
Kilowattstunden können berechnet werden
Frederic Petrini (Bild: ORF)Man könne für ein Einzelhaus Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr berechnen. Damit könne man sagen, wie gut die Dachfläche über ein Jahr gesehen besonnt sei. Man inkludiere dabei auch meteorologische Daten, um der Bewölkungssituation gerecht zu werden.
Bäume, Häuser und andere Schattenspender sind in dreidimensionalem Modell zu erkennen.
Landschaft wurde genau abgetastet
Das machen Oberflächenmodelle möglich, die mittels Laserscanning erstellt worden sind. Ein Flugzeug mit einem Lasergerät hat in unzähligen Flügen über Tirol die Landschaft genau abgetastet. Heraus gekommen sind Unmengen an Daten, die man zu einem dreidimensionalen Oberflächenbild zusammengesetzt hat.
Strahlungsinput auf Oberfläche
Diese Oberflächeninformation werde dazu verwendet, sie über ein Jahr in den Rechnern mit Sonnenlicht virtuell zu besonnen. So könne man erkennen, wie viel Strahlungsinput auf die Oberfläche eintreffe, erklärt Petrini.
Beispiel Innsbruck im Video
Das virtuelle Innsbruck wird nun im Computer virtuell mit Sonne beleuchtet. Darauf sind Häuser, Baume und mögliche Schattenspender zu erkennen. Laserdate-Geschäftsführer Frederic Petrini zeigt das Messergebnis am Beispiel von Innsbruck.
In Innsbruck Strom für 65.000 Haushalte
Auf den Dächern der Stadt Innsbruck wäre etwa Solarstrom für 65.000 Privathaushalte pro Jahr herauszuholen, sagen die Entwickler von Laserdata.
Verfahren soll in zwei Jahren möglich sein.
Pellets pro Waldfläche berechenbar
Derzeit forschen sie an einem Verfahren zur Biomassepotenzialberechnung. Auf Knopfdruck soll errechnet werden, wie viel Meter Holz etwa für Pellets aus einem bestimmten Stück Wald herauszuholen sind. In ein zwei Jahren könnte das möglich sein, sind die Wissenschaftler zuversichtlich.
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