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MI | 11.04.2012
Hubschrauber löscht Brand (Bild: ORF)
WALDBRAND INNSBRUCK
"Brand aus" in der Kranebitter Klamm
Nach fünf Tagen Einsatz unter schwierigsten Bedingungen gibt es jetzt das erlösende "Brand aus". Der Waldbrand in der Kranebitter Klamm wird als einer schwierigsten in die Tiroler Feuerwehrgeschichte eingehen.
Föhn erhöht Brandgefahr
Zur Sicherheit soll noch ein Teil der Gerätschaften am Brandort bleiben. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, heißt es. Der Föhn hat eingesetzt und das bedeutet neuerlich erhöhte Brandgefahr. Dazu sollen noch einmal Hubschrauber mit Löschwasser starten, um das Gelände anzufeuchten.
Hunderte Feuerwehrleute im Einsatz
Seit Karfreitag kämpften hunderte Feuerwehrleute und Soldaten unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen in dem 25 Hektar großen Gebiet.

Von Freitag bis Dienstagabend waren insgesamt rund 1.000 Feuerwehrleute, Polizisten, Bergretter, Soldaten, Sanitäter, Techniker und Piloten im Einsatz.
Glasscherbe als Brandursache vermutet
Eine Glasscherbe dürfte die Ursache für den Waldbrand in der Kranebitter Klamm in Innsbruck gewesen sein. Das ist das Ergebnis der bisherigen Brandermittlungen der Polizei.
Ausgetrocknetes Gras entzündet
Vermutlich war es die Scherbe einer zerbrochenen Glasflasche, die das extrem trockene Gras entzündete. Laut Polizei sei dies kein Einzelfall. Immer wieder komme es in Tirol wegen herumliegender Glasscherben zu Wald- und Wiesenbränden.
Extrem steiles Gelände
Die Brandermittler konnten nur mit Hilfe von Alpinpolizisten zum vermutlichen Brandherd gelangen. Wie die Scherben in das extrem steile Gelände gekommen sind, steht noch nicht fest. Die Vermutung liegt nahe, dass die Flasche von Wanderern oder Jugendlichen dort entsorgt worden sein könnte.
Hohe Kosten
Ein Großeinsatz wie bei dem Waldbrand in der Kranebitter Klamm in Innsbruck kostet vermutlich weit über 500.000 Euro allein für den Einsatz der Hubschrauber, nicht mit eingerechnet sind die Arbeitsstunden der Feuerwehren, der Bergrettung und der anderen Einsatzkräfte.

Eine detaillierte Kostenschätzung liegt noch nicht vor. Bezahlt wird der Einsatz aus den Budgets des Verteidigungsministeriums, der Stadt Innsbruck und des Landes.
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