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DO | 23.02.2012
Jugendbande (Bild: ORF)
CHRONIK
Bande versetzt Lienz in Angst und Schrecken
In Lienz terrorisiert eine Jugendbande seit Jahren die Stadt. Passanten werden grundlos mit Messern und Bierflaschen angegriffen, Einbrüche verübt und Schlägereien stehen an der Tages- bzw. Nachtordnung.
Messerstecher soll auch Polizisten niedergeschlagen haben.
Mit SMS gegenseitig gratuliert
Jüngster Fall: Zwei Jugendliche werden in einem Lienzer Hotel festgenommen. In ihrem Besitz fanden sich zwei Gewehre aus einem Einbruch. Ein anderes Mal wurde einem Passanten um 21.00 Uhr ein Messer in den Rücken gerammt. Die Bevölkerung war schockiert. Dann wurden immer mehr Details bekannt. Der Messerstecher soll auch einen Polizisten niedergeschlagen haben.

Ein Jugendlicher hat innerhalb von 14 Tagen mehr als zehn Delikte verübt. Unlängst hat sich eine ganze Gruppe auf einen wehrlosen Passanten gestürzt. Per SMS gratulieren sich die Jugendlichen zu ihren Straftaten.
Der Personenkreis ist der Exekutive bekannt.
Mit Videobus gegen Bande
Bezirkskommandant Sylvester Wolsegger bestätigt, dass die Gewaltbereitschaft der Jugendlichen zunimmt. Der Personenkreis sei bekannt und verfüge über hohes Aggressionspotential. Die Polizei schreite konsequent ein, sagt Wolsegger. Manche der Jugendlichen seien derzeit auch in Straf- oder Untersuchungshaft.

Mit vermehrten Streifen und gezielter Beobachtung versucht die Polizei, den harten Kern von zehn Jugendlichen im Auge zu halten. Im Sommer soll dann ein eigener Videobus eingesetzt werden. Die Polizei hofft, dass Delikte zurückgehen, wenn das Erwachsenenstrafrecht bei den Bandenmitgliedern greift.
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