Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Schützen mit Dornenkrone (Bild:APA/Parigger)
FESTUMZUG
Knapp 100.000 bei Tiroler Festumzug
Mehr als vier Stunden lang haben am Sonntag 26.000 Mitglieder von Traditionsverbänden an der Innsbrucker Hofburg vorbeidefiliert. Die Polizei sprach von 70.000 Zuschauern. Zu sehen waren auch Südtirol-Transparente, Zwischenfälle gab es nicht.
Eklat durch provokante Sprüche blieb aus.
Keine Überraschung mit politischen Parolen
Mit Spannung erwartet worden war, welche Transparente die Südtiroler Schützen mit sich tragen würden. Über die Frage, ob ihnen das Mitführen von Spruchbändern überhaupt erlaubt würde oder nicht oder ob nur gewisse Formulierungen gestattet sein würden, hatte es im Vorfeld heftige Auseinandersetzungen gegeben.

Beim Umzug selbst waren die erwarteten "Los von Rom"-Parolen zu lesen. Abordnungen aus dem Raum Cortina im heutigen Belluno forderten mehrfach eine Vereinigung ladinischer Gebiete unter Südtiroler statt italienischer Verwaltung.
Schützen mit Transparent (Bild:ORF)
Schützen mit "Los-von-Rom"-Transparent (Bild: ORF)
Transparent "Liberté, égalité, fraternité"  (Bild: Grüne)
Grüne: "Tirol ist mehr als Schützen, Trachtler, Geschichtsrevisionisten."
Gegen Vereinnahmung und "Einheitsbrei"
Auch die Tiroler Grünen hissten in der Maria-Theresien-Straße ein Transparent mit den Werten der französischen Revolution "Liberte, Egalite, Solidarite - Es lebe die Republik", hieß es darauf. Sie feierten damit die Werte der Französischen Revolution, die auch jene Umzugsteilnehmer vertreten würden, die sich nicht vom "offiziell erwünschten Einheitsbrei" vereinnahmen lassen wollten, so die Grünen.
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