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DI | 14.02.2012
Kuh (Bild: ORF/G.H.)
TIERDRAMA
Kuh: Zweiter Ausflug auf die A12 war tödlich
Eine Kuh aus Unterperfuß hat ihre zweite Flucht auf die Inntalautobahn nicht überlebt. Nachdem sie das erste Mal vor dem Schlachthof auf die Autobahn geflüchtet war, war bereits das Gnadenbrot auf Gut Aiderbichl für sie reserviert.
"Tirol heute"-Seherin wollte Kuh retten
Am Donnerstag war die Kuh beim Verladen für den Schlachthoftransport erschreckt worden und auf die Autobahn geflüchtet, wo sie wieder eingefangen werden konnte. Auf einem Bericht in "Tirol heute" setzte eine Seherin alle Hebel in Bewegung um die Kuh vor dem Schlachthof zu retten, und alle hatten mitgetan: der Besitzer der Kuh aus Leutasch, der Tierschutzverein für Tirol und die Mitarbeiter vom Gut Aiderbichl samt ihrem Chef Michael Aufhauser.
Tierarzt versuchte mit einem Narkosegewehr die Kuh zu betäuben.
Neuerliche Flucht auf die Autobahn
Am Freitagnachmittag war extra ein Kleintransporter mit Anhänger nach Völs unterwegs gewesen. Doch diese Fahrt war vergeblich, es gelang der immer noch traumatisierten Kuh, neuerlich zu flüchten. Ein Tierarzt versuchte mit einem Narkosegewehr die Kuh zu betäuben, was aber aufgrund eines technischen Defekts fehl schlug.

Die Kuh flüchtete dann auf die Inntalautobahn. Gegen 17.25 Uhr lief sie bei der Autobahnausfahrt Kranebitten plötzlich von der angrenzenden Böschung unmittelbar vor das Auto eines 40 jährigen Mannes. Dieser konnte gerade noch nach links ausweichen und streifte die Kuh nur leicht. Das Tier lief in der Folge wieder zurück auf die Wiese und dort in Richtung Westen
Kuh musste notgeschlachtet werden.
Frontalzusammenstoß mit der Kuh
Dann lief die Kuh abermals auf die Autobahn vor das Fahrzeug einer 59-jährigen Frau die ihr Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 110 km/h am rechten Fahrstreifen lenkte.

Die Frau konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und es kam zu einem Frontalzusammenstoß mit der Kuh. Die Frau und ihre 60-jähriger Mitfahrer wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Sie wurden von der Rettung erstversorgt und in die Klinik nach Innsbruck gebracht. Das Fahrzeug wurde total beschädigt.

Die Kuh blieb schwer verletzt auf der Fahrbahn liegen und wurde schließlich von einem Metzger unter Beisein des Tierarztes ordnungsgemäß geschlachtet und abtransportiert.

Die Aufräumarbeiten nach dem Kuhunfall auf der Autobahn dauerten rund eine Stunde lang. Es bildete sich ein vier Kilometer langer Stau.
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