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GESUNDHEIT |
21.11.2009 |
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Psychotherapie: Stiefkind im Gesundheitswesen
Trotz der enormen Nachfrage nach Psychotherapien übernehmen die Krankenkassen nach wie vor nur einen geringen Teil der Kosten. Die Therapeuten beklagen diesen Missstand.
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Therapiestunde kostet rund 60 Euro
21,80 Euro zahlt die Tiroler Gebietskrankenkasse pro Therapiestunde, den Rest auf die rund 60 Euro pro Stunde muss der Patient aus eigener Tasche berappen.
Christoph Fischer ist der Leiter des Psychoanalytischen Seminars Innsbruck und bildet Psychoanalytiker aus. Er ist der Meinung, dass zwar viel Geld ins Gesundheitswesen fließe, aber nur ein minimaler Teil davon für die psychotherapeutische Versorgung aufgebracht werde.
Bei den Zehn- bis 19-Jährigen ist nach wie vor der Selbstmord die zweithäufigste Todesursache. Das wäre vermeidbar, wenn eine jugendliche Depression rechtzeitig behandelt würde, so der Experte.
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Medikamente und Krankenhausaufenthalte werden bezahlt. |
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Überweisung zum Psychotherapeuten selten
Zwar werden in Tirol viele Medikamente wie Psychopharmaka verschrieben und, so wie die Krankenhausaufenthalte, bezahlt, allerdings seien Überweisungen zum Psychotherapeuten noch selten, sagt Fischer: "Wir Therapeuten schicken Patienten immer wieder zur Untersuchung an die Kliniken, wenn wir Zweifel haben - im umgekehrten Fall hinkt es sicher noch nach."
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20 Jahre Psychoanalytisches Seminar
Das Psychoanalytische Seminar hat schon vor Jahren eine Ambulanz eingerichtet, in der Klienten von angehenden Analytikern betreut werden. Dadurch kann der Stundensatz günstiger angeboten werden. Derzeit feiert das Psychoanalytische Seminar sein 20-jähriges Jubiläum.
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