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CHRONIK |
25.11.2009 |
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"Pfeifkonzert" gegen Gewalt an Frauen
In Innsbruck hat es Mittwochvormittag ein "Pfeifkonzert gegen Gewalt an Frauen" gegeben. Dabei wurden rund 600 Pfeifen, mit denen Frauen im Notfall um Hilfe pfeifen können, verteilt. Das Frauenhaus erinnerte an gefährlichen Platzmangel.
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Mehr als jede zehnte Frau ist Opfer sexuelle Gewalt in Paarbeziehungen. |
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Keine Frage von Millieu oder Nation
Die Verteilung der Notruf-Pfeifen war Teil einer österreichweiten Aktion des Städtebundes anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen. Studien zum Thema belegen laut Referat für Frauenförderung, dass zehn bis 15 Prozent der Frauen, die in Industrieländern leben, von ihrem aktuellen Lebenspartner zu sexuellen Handlungen gezwungen werden. Eine von vier in Europa lebenden Frauen ist von Gewalt durch ihren jetzigen oder ehemaligen Partner betroffen.
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Frauenhaus: "Gefährliche und inakzeptable Wartelisten" . |
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EU-Vorgabe nicht erreicht
Das Tiroler Frauenhaus wies auf Defizite in Tirol hin. Die Zahl der Frauen und Kinder, die aufgrund von Platzmangel nicht aufgenommen werden könnten, steige jährlich. Im Jahr 2003 waren dies 14 Frauen und elf Kinder, im Jahr 2008 53 Frauen und 58 Kinder, erklärte Gabriele Plattner vom Frauenhaus.
Laut einer EU-Berechnung sollte es in Tirol 70 Frauenhaus-Plätze geben. Die Tiroler Einrichtungen Frauenhaus, Frauen Helfen Frauen, Frauennotwohnung im Unterland und Frauenberatungsstelle Osttirol könnten diesen Bedarf nicht abdecken. Das Tiroler Frauenhaus z.B. verfüge nur über acht Zimmer, so Plattner, ein Ausbau sei notwendig.
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Mehr Geld für den täglichen Kampf
Die unabhängige Tiroler Frauenplattform forderte mehr Ressourcen für Opferschutzeinrichtungen und mehr Schutz für Frauen mit Gewalterfahrung. So haben z.B. 2008 im Gewaltschutzzentrum 1088 Menschen Schutz gesucht, davon waren 979 Frauen. 761 Opfer wurden laut Tätigkeitsbericht über die Polizei bekannt gemacht. In 36 Prozent der Fälle ist der Gewalttäter der Ehemann.
Die Tiroler Frauenplattform besteht aus Politikerinnen verschiedener Parteien und aus Vertreterinnen verschiedenster Institutionen. Sie versteht sich als überparteilicher und überinstitutioneller Zusammenhalt, um gegen Gewalt an Frauen effizient vorgehen zu können.
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