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MI | 11.04.2012
Schweine mit Tierschützern (Bild: Tierschutzverein)
TIERVERSUCHE
Schweine in Obhut von Tierschützern
Nach dem heftig kritisierten Lawinenexperiment mit Schweinen im Ötztal wurde nun bekannt, was mit den überlebenden Tieren passiert. Der Tierschutzverein Tirol nahm sich ihrer an und sucht Plätze für die Tiere auf Bauernhöfen.
Lawinenexperiment mit 29 Schweinen wurde abgesagt. Zehn Schweine starben bei dem Experiment.
"Pension" auf Bauernhof
Die Obfrau des Tierschutzvereins, Inge Welzig, versicherte gegenüber der APA, dass die Schweine in "kompetente Hände" kommen werden und sich auch nicht mehr vor dem Metzger fürchten müssen.

Die Sängerin Eva Lind ist Vorstandsmitglied des Tierschutzvereins und darf den Schweinen Namen geben. Auf diese Aufgabe freut sie sich laut Aussendung schon sehr.
Schweine mit Tierschützern (Bild: Tierschutzverein)
Obfrau Inge Welzig und Sängerin Eva Lind
Lawinenexperiment mit Schweinen
Die Schweine wurden bei dem Versuch betäubt und sollten unter Schnee begraben werden, bis sie ersticken. Nach einem internationalen Sturm der Entrüstung wurde die Studie am Donnerstag abgebrochen. Ziel dieses Versuchs sei gewesen, die Überlebenschancen von Lawinenopfern zu erforschen. Das Projekt hatte allerdings über die Grenzen Österreichs hinaus für große Empörung gesorgt.
Forschungsprojekt war genehmigt
Von einem "großen Verlust für das Projekt" hatte Studienleiter Peter Paal von der Medizinischen Universität Innsbruck nach Abbruch des Versuchs gesprochen. Lediglich ein Drittel der Studie habe durchgeführt werden können. Tierethikkommission und Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung hatten das Forschungsprojekt genehmigt.

Ziel des Projekts war es, in Zukunft die Überlebenschancen von verschütteten Lawinenopfern zu erhöhen und somit eventuell menschliche Leben zu retten. Für Kritiker handelte es sich dagegen um "Barbarei".
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