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WIRTSCHAFTSKAMMER |
09.02.2010 |
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Aufregung um Plakatkampagne vor Wahl
Im Vorfeld der Wirtschaftskammerwahlen Anfang März gibt es Aufregung um eine Plakatkampagne. Zu sehen sind ausschließlich Funktionäre des ÖVP-Wirtschaftsbundes. Keinen Gefallen daran haben die anderen Parteien.
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Plakate zeigen Funktionäre der WK
Auf den Plakaten sind hochrangige Funktionäre der Wirtschaftskammer aus allen Bezirken zu sehen. Damit will die Wirtschaftskammer laut Präsident Jürgen Bodenseer zur Wahl Anfang März aufrufen.
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 Winfried Vescoli |
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Freiheitliche Wirtschaftstreibende mit Kritik
Das sei eine Kampagne für den Wirtschaftsbund auf Kosten der Mitgliedsbeiträge, kritisiert Winfried Vescoli vom Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender.
Wenn Bodenseer als Obmann des Wirtschaftsbundes plakatiere, habe er damit kein Problem, so Vescoli. Aber Bodenseer solle dies nicht als Präsident der Wirtschaftskammer machen. Es dürfe nicht soweit gehen, dass Wirtschaftsbund und Wirtschaftskammer gleich seien und der Wirtschaftsbund meine, dass ihm die Wirtschaftskammer gehöre, so Vescoli.
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 Angelika Hörmann |
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Grüne fürchten Abschreckung vor Wahl
Auch die Landessprecherin der Grünen Wirtschaft, Angelika Hörmann, hat mit der jüngsten Wirtschaftskammer-Kampagne keine Freude. Sie werfe ihm das Nichttrennen von Wirtschaftsbund und Wirtschaftskammer vor. Sie glaube nicht, dass das ein Mittel sei, die Leute zur Wahl zu bewegen. Es sei vielmehr abschreckend, wenn die Mitglieder der Wirtschaftskammer erleben würden, was mit ihren Geldern geschehe.
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Herbert Hörtnagl sieht Geldverschwendung von Kammergeldern. |
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Auch Sozialdemokraten üben Kritik
Ins gleiche Horn stößt der sozialdemokratische Wirtschaftsverband. Präsident Herbert Hörtnagl spricht von einer Verschwendung von Kammergeldern.
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Bodenseer: Will Wahlbeteiligung erhöhen
Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Bodenseer versteht die Aufregung nicht. Die Kampagne sei lediglich dazu da, die Wahlbeteiligung, die bei der letzten Wahl bei mageren 42 Prozent gelegen ist, zu steigern.
Ihn wundere es, dass sich andere aufregen würden, denn es ei jedem freigestellt, wen er wählen würde. Es seien auch die Bezirksobleute dabei. Man habe darauf Acht gegeben, dass es keine Bodenseer-Kampagne sondern eine allgemeine Kampagne sei.
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Bodenseer: Da der Wirtschaftsbund 85 Prozent der Mandate hält, sind alle abgebildeten Funktionäre dem Wirtschaftsbund zuzuordnen. |
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Personen nach Funktion in Kammer ausgewählt
Dass lediglich Wirtschaftsbündler auf den Plakaten zu sehen seien, sei Zufall. Man habe die Personen auf den Plakaten nach der Funktion in der Kammer ausgewählt. Da der Wirtschaftsbund 85 Prozent der Mandate halte, seien eben alle dem Wirtschaftsbund zuzuordnen, sagt Bodenseer.
Den Kammermitgliedern sei es natürlich freigestellt, wo sie am 1. und 2. März ihr Kreuz machen.
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