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MI | 11.04.2012
Feinstaubbelastete Luft (Bild: ORF)
INNSBRUCK
Feinstaubgrenze heuer zu oft überschritten
Die Feinstaubbelastung in Innsbruck ist heuer alarmierend hoch. Erlaubt sind im ganzen Jahr 25 Tage mit zu viel Feinstaub in der Luft, in Innsbruck wurde der Grenzwert heuer bereits 26 Mal überschritten.
Grenzwert darf an 25 Tagen überschritten werden.
Rasche Maßnahmen gegen Belastung gefordert
Der erlaubte Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde an der Messstelle Reichenau in diesem Jahr bereits an 26 Tagen überschritten.

Der Verkehrsclub Österreich und die Innsbrucker Grünen fordern rasche Maßnahmen gegen die schlechte Luft. Sie fordern etwa Fahrverbote bei hoher Belastung, die Einrichtung von Umweltzonen in den Städten und den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel.
Innsbruck will Hausbrand eindämmen
Hauptverursacher der Feinstaubbelastung sind der Verkehr und der Hausbrand. Um den Hausbrand nachhaltig zu reduzieren, fördert die Stadt wie auch das Land die Altbausanierung und den Einsatz sauberer Energien.
Rollsplit (Bild: ORF/Petra Haas) Von Rollsplit auf Salzstreuung umgestellt
Von Rollsplit, der ebenfalls als Verursacher von Feinstaub gilt, stellte man im Winter auf Salzstreuung um, verteidigt sich die Stadtführung. Von einer City-Maut hält Innsbrucks Vizebürgermeister Eugen Sprenger (ÖVP) nichts. Dazu sei die Landeshauptstadt zu klein, außerdem liege sie an einer hochfrequentierten Autobahn.

Stadt fördert Gratisparkstunde
Dass die Stadt die Gratisparkstunde für Jänner und Februar mit 70.000 Euro finanziert und damit wohl auch Autos in die Stadt lockt, ist auch für Sprenger angesichts der Werte unverständlich.

Das Land prüft derzeit, inwieweit die Grenzwerte für Heizungen mit festen Brennstoffen verschärft werden können. Das betrifft aber nur Einzelfeuerstätten wie Kachel- oder Melleröfen.
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