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DI | 14.02.2012
COOPERS (Bild: Asfinag)
VERKEHRSSICHERHEIT
A12 wird zur "intelligenten" Autobahn
Unter dem Motto "Die Straße spricht mit dem Fahrzeug" hat die ASFINAG Ende Februar ein EU-Projekt vorgestellt, das auch in Tirol umgesetzt wird. In Europa gibt es fünf Teststrecken für das Projekt, eine davon auf der Inntalautobahn (A12) bei Innsbruck.
COOPERS Anzeige im Auto (Bild: Asfinag) Warnungen und Empfehlungen für Autofahrer
Glatteis, Nebelbänke, Stau- und Unfallwarnungen: Bereits jetzt laufen in der ASFINAG-Zentrale Daten von rund 900 Messstellen und Wetterstationen sowie 2.800 Verkehrskameras zusammen.

Im Versuchsprojekt werden diese Daten in Echtzeit auf einen kleinen Bildschirm direkt in die Testfahrzeuge übertragen. Der Fahrer erhält somit Warnungen direkt für seine Fahrstrecke wie etwa "Achtung, starker Regen" oder "Glatteis in 1,3 km". Gleichzeitig bekommt er Empfehlungen zur Temporeduktion und zum Spurwechsel.
Ö3 ist bei dem Projekt mit an Bord.
Fünf Teststrecken europaweit
Das EU-Projekt, das auf fünf Strecken europaweit läuft, soll deutlich zur Verkehrssicherheit beitragen. Ö3 ist bei dem Projekt mit an Bord.
Kooperatives Verkehrsmanagement
Derzeit nutzen Verkehrsfunk und Navigationsgeräte nur vereinzelt Daten aus Verkehrszentralen.

Die Innovation von COOPERS (Co-operative Systems for Intelligent Road Safety) ist, dass auch Daten aus elektronischen Anzeigen an den Autobahnen und aus dem Verkehrsfluss in die Bewertung einbezogen werden. Die Fahrzeuge selbst liefern Daten zu ihrer Position und zum gegenwärtigen Verkehrsgeschehen.

Wenn z. B. viele Autos im Zuge eines Staus gleichzeitig bremsen, wird das direkt an ein zentrales Verkehrsinformationssystem weitergeleitet.
Informationen aus unterschiedlichen Quellen
Damit das System funktioniert, muss eine Gesamtarchitektur aufgebaut werden, die in der Lage ist, Verkehrsinformationen aus unterschiedlichen Quellen auszuwerten, zu integrieren und über Mobilfunk zu verbreiten.

Zur Übertragung der Verkehrsinformationen wird ein neuer Standard benutzt, um die Dienste über digitalen Rundfunk zu verbreiten.
Derzeit noch Zukunftsmusik
Wann und ob das vielversprechende und im Test gut funktionierende System auch in unser aller Autos kommt, steht aber noch nicht fest. Dazu wäre entweder eine EU-Verordnung nötig, oder die Autoindustrie baut das entsprechende System, etwa im GPS-Navigationsgerät, freiwillig ein.
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