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MO | 13.02.2012
Wohnungsschüssel (Bild: Fotolia/vilena makarica)
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AK Tirol: Wohnen muss billiger werden
Wohnen in Tirol wird ständig teurer. Im April dürften die Richtwertmieten neuerlich angehoben werden. Die Tiroler Arbeiterkammer kritisiert das und fordert gleichzeitig eine Wohnbauoffensive.
Zangerl fordert Stopp der geplanten Anhebung des Richtwerts.
Richtwert pro Quadratmeter fixiert
Die nächste Belastungswelle rolle auf Tirol zu, sagt AK-Präsident Erwin Zangerl. Er fordert einen Stopp der geplanten Anhebung des Richtwerts. Ab April sollen die Richtwertmieten unter Berücksichtigung der Inflation von 2009 und 2010 jetzt gleich um rund 3,8 Prozent angehoben werden.

Dieser Richtwert beträgt für Tirol derzeit 5,77 Euro pro Quadratmeter. Allerdings liegen die tatsächlichen oft weit darüber.
1994 wurde Richtwertmietzins eingeführt
Der Richtwertmietzins wurde 1994 per Gesetz eingeführt und gilt primär für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, die vor 1945 errichtet worden sind.
Richtwert dient als Berechnungsgrundlage
Ein kompliziertes System aus Zu- und Abschlägen und Faktoren wie etwa die Stockwerkslage oder die Grundrissgestaltung treiben die Mieten in die Höhe. Deshalb tritt die Arbeiterkammer zudem für eine radikale Vereinfachung der geltenden Bestimmungen ein.
AK will Erhöhung künftig alle fünf start alle zwei Jahre.
Geförderter Wohnbau soll forciert werden
Auch solle der Richtwert nur alle fünf und nicht alle zwei Jahre erhöht werden und dann nur um die Hälfte der in diesem Zeitraum gemessenen Inflationsrate. Da Tirol bei Wohnen und Mieten schon jetzt das teuerste Pflaster Österreichs sei, müsse auch der geförderte Wohnbau forciert werden, so die Arbeiterkammer.
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