Hummerhaltung sorgt für Aufregung Tierfreunde sorgen sich derzeit einmal mehr über die nicht artgerechte Haltung von Hummern in Aquarien von Fischhändlern. Anzeigen gibt es immer wieder, gegen mögliche Strafen wird von Händlerseite allerdings Berufung eingelegt.
Scheren häufig zusammengebunden Der jüngste Anlassfall betrifft einen Fischhändler im neuen Kaufhaus Tyrol. Hummer werden dort mit zusammengebundenen Scheren in einem Wasserbehälter zum Verkauf angeboten. Laut Amtstierarzt handelt es sich dabei um Tierquälerei.
Die Tiere erleiden durch zusammengebundene Scheren eine unnötige Bewegungseinschränkung und müssen auch ohne Rückzugsmöglichkeit auskommen, heißt es.
Auch in CC-Großmärkten und Hotels üblich Die derartige Haltung von Krebsen ist österreichweit in vielen Großmärkten und auch in Hotels mit Restaurants üblich und
weit verbreitet.
Anzeige nach dem Tierschutzgesetz Im Fall der im Kaufhaus Tyrol zum Verkauf angebotenen Hummer hat die Behörde bereits Anzeige nach dem Tierschutzgesetz erstattet.
Allerdings berufen die angezeigten Unternehmen gegen mögliche Strafen und wenden sich an das jeweilige Höchstgericht, also das Verwaltungsgericht. Da es sich bei Hummer um ein Lebensmittel handle, sei nicht das Tierschutzgesetz anzuwenden, lautet sinngemäß die Argumentation. Derartige Verfahren dauern allerdings lange.