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SO | 12.02.2012
Zwei Männer graben im Schnee (Bild: Bergrettung)
AXAMER LIZUM
Tourengeher starb bei Lawinenunglück
Bei einem Lawinenabgang in der Axamer Lizum ist am Donnerstagvormittag ein Tourengeher verschüttet worden. Der 60-Jährige konnte geborgen und reanimiert werden. In der Innsbrucker Klinik erlag der Tiroler seinen schweren Verletzungen.
Zwei Stunden von Schneemassen begraben
Der Mann aus Aldrans war mit seinem Bruder in eine Rinne eingefahren, in der sich das riesige Schneebrett löste. Während sich sein Begleiter an Felsen klammern konnte und praktisch unverletzt blieb, wurde der Verunglückte erst nach zwei Stunden fast drei Meter unterhalb der Oberfläche geortet und ausgegraben.
Lawine vermutlich selbst ausgelöst
Der Aldranser wurde von der Lawine, die er vermutlich selbst ausgelöst hatte, 350 Meter mitgerissen, den Lawinenpieps hatte er ausgeschaltet. Gegen 12.30 Uhr konnte der Verunglückte gefunden werden.
Lawine Axams (Bild: ZOOM Tirol)
Das Unglück ereignete sich in der Marcheisenrinne in der Nähe des Lizumer Kars in der bei Tourengehern vor allem jetzt im Frühjahr beliebten Kalkkögelgruppe. Die Lawine war am Kegel etwa 80 Meter breit und 400 Meter breit.
Schwieriger Einsatz für die Bergretter
Der Einsatz der Bergretter gestaltete sich schwierig. Nachdem keine Signale des Lawinenverschüttetensuchgerätes geortet werden konnten, musste der Kegel sondiert werden. Durch die Tageserwärmung stieg die Lawinengefahr so stark an, dass der Einsatz gegen 13.00 Uhr abgebrochen hätte werden müssen.
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