Wintereinbruch mitten im Sommer Noch bevor der August zu Ende ist, braucht man in Tirol schon Schneeketten und Schneefräsen. Bis zu 50 Zentimeter Schnee fielen beispielsweise am Pitztaler Gletscher. Außerdem waren viele Straßen am Dienstag nur mit Schneeketten befahrbar.
Zahlreiche Straßen nur erschwert passierbar Wegen des Wintereinbruchs musste am Dienstag unter anderem die Straße über das Timmelsjoch gesperrt werden. Somit war die Verbindung zwischen dem Ötztal und dem Passeiertal in Südtirol unpassierbar.
Auch auf Schneeketten konnten Autofahrer am Dienstag in vielen Fällen nicht verzichten. So brauchten alle Fahrzeuge Schneeketten im Arlberggebiet, für die Silvretta-Hochalpenstraße, für das Hahntennjoch sowie für Fahrten über den Gerlospass.
40 bis 50 cm Neuschnee am Pitzaler Gletscher Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nimmt Willi Krüger von den Pitztaler Gletscherbahnen den Schneefall Ende August zur Kenntnis. Einerseits macht der Wintereinbruch den Gästen das Wandern auf den Höhenwegen beinahe unmöglich, andererseits freut er sich zwei Wochen vor Beginn der Skisaison am Pitztaler Gletscher über die 40 – 50 cm hohe weiße Auflage für die Gletscherpisten. Für die Präparierung der Skipisten sei dies eine gute erste Basis, so Krüger.
Im hinteren Pitztal benötigte man am Dienstagvormittag eine Schneefräse
Auch im Karwendel - auf der 1516 Meter hoch liegenden Oberbrunnalm - kam der Schneefall über Nacht, wie Almpächter und Hirte Fritz Lindenthaler schildert.
Schneefall im August keine Besonderheit Für Almer ist der Schneefall in den letzten Sommertagen nichts besonderes. Damit müsse man ab Mitte August rechnen, so der Almer. Auch auf anderen Tiroler Almen hat es kräftig geschneit, mancherorts sind die Almer gerade dabei, das Vieh in die Niederleger zu bringen.