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MI | 11.04.2012
collage kneissl/wacker
RECHTSSTREIT
Knalleffekt: Wacker Innsbruck klagt Kneissl
Der Tiroler Fussballklub FC Wacker Innsbruck hat jetzt Klage gegen einen ihrer Sponsoren, die Firma Kneissl, eingebracht. Der Grund: Kneissl hat bis jetzt die vereinbarten Sponsorgelder in der Höhe von 165.000 Euro nicht bezahlt.
Kaspar Plattner (Bild: FC Wacker)
FC-Wacker Präsident Kaspar Plattner.
Klage am Landesgericht eingebracht
Der FC Wacker Innsbruck, vertreten durch den Innsbrucker Rechtsanwalt Dr. Hermann Holzmann, macht jetzt ernst. Bis 23. August sollten die vertraglich vereinbarten Sponsorengelder der Sportfirma Kneissl am Konto von FC Wacker Innsbruck eingelangt sein. Doch es wurde, laut Wacker-Präsident Kaspar Plattner, bisher kein Geld überwiesen. Jetzt hat der FC Wacker Innsbruck eine Klage am Landesgericht Innsbruck eingebracht.
Geld sollte in Teilbeträgen überwiesen werden
Die zugesagten Sponsorengelder der Firma Kneissl sollten in Teilbeträgen in den letzten Monaten überwiesen werden. 50.000 Euro sollten am 3.12. 2009 bezahlt werden. Weitere 50.000 Euro am 30.6.2010, die dritte Teilrechnung sei ebenfalls am 30.6.2010 fällig gewesen, heißt es in der Klagsschrift, die dem ORF Tirol vorliegt. Und 15.000 Euro sollte Kneissl ebenfalls überweisen.

Doch trotz mehrmaliger Aufforderungen und Mahnungen habe Kneissl, sprich der Kneissl-Mehrheitseigentümer Scheich Mohamed Bin Issa Al Jaber, nicht reagiert, sagt der Rechtsanwalt des FC Wacker Innsbruck Dr. Hermann Holzmann.
Ausflüchte, Zusagen, Versprechungen..
Es gebe einen klaren Vertrag zwischen dem FC Wacker Innsbruck und Kneissl, sagt Rechtsanwalt Holzmann. Man sei zutiefst verwundert darüber, dass Scheich Al Jaber nicht zahle. "Es besteht ein klarer Vertrag, auch ist von Kneissl nie die Höhe des Sponsorengeldes bestritten worden. Der FC Wacker habe in den letzten Monaten immer wieder auch mit dem Kneissl-Geschäftsführer Andreas Gebauer Kontakt gehabt, es hat Ausflüchte gegeben, es hat Zusagen gegeben, es hat Versprechungen gegeben, aber bezahlt wurde nie", so der Rechtsanwalt des FC Wacker Innsbruck Hermann Holzmann.
Al Jaber, Gebauer (Bild: ORF)
Scheich Al Jaber und Kneissl-Geschäftsführer
Gebauer: FC Wacker fällt uns in den Rücken
Kneissl-Geschäftsführer Andreas Gebauer zeigt sich höchst verwundert über die Vorgehensweise des Fussballclubs. "Die Herren sollen sich auch die Nebenvereinbarungen ansehen", kontert Gebauer, "dann werde man sehen wer hier vertragsbrüchig ist. Der FC Wacker hat in Punkto Nachwuchsarbeit den vereinbarten Tiroler Weg verlassen. Wir werden auf jeden Fall aus dem vertrag aussteigen. Es ist erstaunlich, dass man jemandem, der einem nachweislich geholfen hat etwa die Lizenz zu bekommen, so in den Rücken fällt", sagt Andreas Gebauer.

Er, Gebauer, freue sich jedenfalls auf die gerichtliche Auseinandersetzung. Mit kolportierten Zahlungsschwierigkeiten von Kneissl oder mit einer Zahlungsunwilligkeit des Scheichs habe das Ganze nichts zu tun, betont Andreas Gebauer abschließend.
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