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MI | 11.04.2012
Mohammed Bin Issa Al Jaber (Bild: Kneissl/Ranz)
WIRTSCHAFT
Kneissl: Warten auf Zahlung von Al Jaber
Nach Angabe von Kneissl-Geschäftsführer Andreas Gebauer soll am Montag die von Al Jaber angekündigte Kapitalaufstockung stattfinden. Unterdessen wurde der Scheich kürzlich von einem ägyptischen Gericht zu einer Haftstrafe verurteilt.
Verzögerungen durch arabische Mentalität?
Der Mehrheitseigentümer der Sportartikelfirma Kneissl, Mohammed Bin Issa al Jaber, sollte schon vor Wochen 1,2 Millionen Euro für das Kufsteiner Unternehmen bereitstellen. Dass das nicht auf Knopfdruck gehe, habe auch teils mit der arabischen Mentalität zu tun, so Kneissl-Geschäftsführer Andreas Gebauer.
Drohender Konkurs soll abgewendet werden
Am Montag soll es laut Gebauer endlich soweit sein. Der Scheich, angeblich der 96. reichste Mann der Welt, wisse sehr wohl, dass die angekündigte Finanzspritze notwendig sei. Mit dem Geld könnte jedenfalls der drohende Konkurs abgewendet werden.

Ex-Kneissl-Eigentümer Fritz Unterberger brachte am 3. Jänner Konkursantrag gegen Kneissl ein. Es geht um eine Forderung von 930.000 Euro, die Unterberger seit zwei Jahren offen hat.
Al Jaber wurde in erste Instanz wegen Dokumentenfälschung und Aktienkurs-Manipulation verurteilt.
Von Gericht zu zwei Jahren Haft verurteilt
Ein ägyptisches Gericht verurteilte Mohamed Bin Issa Al Jaber kürzlich in erster Instanz zu zwei Jahren Haft, berichten das Magazin "Format" und die Tageszeitung "Österreich" nach entsprechenden Meldungen des englischsprachigen Afrika-Dienstes von Reuters. Al Jaber will gegen das wegen Dokumentenfälschung und Aktienkurs-Manipulation ergangene Urteil berufen. Er streite jegliches Fehlverhalten ab, erklärte Al Jaber gegenüber "Format".
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