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MI | 11.04.2012
Kneissl (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Immer noch kein Geld für Kneissl
Die Kufsteiner Skifirma Kneissl steht wirtschaftlich gesehen weiterhin auf der Kippe. Seit Wochen kündigt der Geschäftsführer eine Finanzspritze des Eigentümers an. Doch bis jetzt ist kein Geld eingegangen. Der Countdown läuft.
Gebauer: "Es braucht halt seine Zeit"
Die Kapitalerhöhung der in Turbulenzen geratenen Tiroler Traditionsfirma Kneissl lässt offenbar weiter auf sich warten. "Sobald alles erledigt ist, werde ich das auch bekanntgeben", sagte Geschäftsführer Andreas Gebauer am Freitag. Es brauche "halt seine Zeit" bis die Kapitalerhöhung durchgeführt sei, beschwichtigt der Geschäftsführer.
Vor Gericht Zahlungsfähigkeit beweisen
Der Firmenchef hat dafür noch bis zum 7. Februar Zeit. Denn dann muss er vor dem Landesgericht Innsbruck die Zahlungsfähigkeit von Kneissl beweisen. Gelingt ihm das nicht, wird eine Eröffnung des Konkursverfahrens wohl nicht mehr abzuwenden sein.
Al Jaber habe Zahlung versprochen
Die von Mehrheitseigentümer Mohamed Al Jaber seit längerem angekündigten 1,2 Mio. Euro hätten bereits Mitte letzter Woche fließen sollen. Gebauer hatte vor mehr als zwei Wochen verkündet, dass Al Jaber das notwendige Dokument zur Kapitalerhöhung bereits unterzeichnet habe.
Auch der Kufsteiner Unternehmer Fritz Unterberger ist unter den Gläubigern.
Gläubiger warten auf das Geld
Beschlossen wurde die Kapitalaufstockung der Kneissl Holding bereits auf einer Gesellschafterversammlung am 23. November 2010. Zahlreiche Gläubiger warten unterdessen weiter auf ihr Geld. Der ehemalige Miteigentümer Fritz Unterberger brachte Konkursantrag gegen die Holding ein, er wartet auf über 900.000 Euro. Durch die Kapitalaufstockung würde Al Jaber künftig 99 Prozent der Geschäftsanteile an der Kneissl Holding halten.
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