Manöver: Kostenzer fordert neuen Übungsplatz Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer hat sich erneut gegen die alljährlichen Hubschrauber-Landeübungen des Bundesheeres im Nationalpark Hohe Tauern ausgesprochen und fordert einen alternativen Übungsplatz zu suchen.
Landesumweltanwalt Johannes Kostenzer
360 Landemanöver beantragt Es könne nicht sein, dass im gesamten alpinen Bereich kein gleichwertiger Übungsplatz für den Hochgebirgslandelehrgang gefunden werde, so Kostenzer in einer Aussendung am Donnerstag. Die Umweltanwaltschaft legte Berufung gegen die naturschutzrechtliche Bewilligung ein.
360 Landemanöver seien vom Militär für den Tiroler Teil des Nationalparks beantragt worden.
Stress für Tiere wissenschaftlich belegt Diese Flüge schädigen laut Kostenzer die Tierwelt wie Steinadler, Bartgeier und Schneehuhn im Schutzgebiet.
Das sei mittlerweile auch durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt. Denn gerade im Spätwinter hätten es die tierische Bewohner des Nationalparks besonders schwer. "Energiereserven gehen zu Ende, die Brutsaison von Bartgeiern und Steinadlern hat bereits begonnen", erklärte Kostenzer.
Ort für Ruhe und Erholung Auch für Menschen sei der Nationalpark ein Ort, an dem sie Ruhe und Erholung suchen. Von einem besonderen Naturerlebnis könne aber beim Kreisen von dröhnenden Militärhubschraubern nicht mehr die Rede sein, meinte der Landesumweltanwalt.