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MI | 11.04.2012
Stimmzettel wird in Urne geworfen (Bild: APA/Pfarrhofer)
POLITIK
Jugendliche wünschen ein anderes Wahlrecht
Wer dürfte wählen, wenn Jugendliche das entscheiden könnten? Das haben Jugendliche in Telfs, Wels in Oberösterreich und Wien beantwortet. Die Studie zeigt, dass die Meinung der Jugendlichen und geltendes Wahlrecht auseinanderklaffen.
Wen würden Jugendliche wählen lassen, wenn sie das Recht hätten darüber zu entscheiden?
Teenager wollen Wähler mit Sprachkenntnissen
Wer von der Politik im Land betroffen ist, weil er hier lebt, sollte auch wählen dürfen. Das ist den befragten Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren mitunter am wichtigsten, hat die Befragung durch das Politikwissenschaftsinstitut der Uni Wien gezeigt.

Geht es nach den Jugendlichen, dann sollte, wer wählen will, auch gut deutsch sprechen, vor allem, um politische Informationen besser verstehen zu können.
Wahlrecht nur für die, die Folgen "ausbaden"
Dass Wähler die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen, ist für die befragten Jugendlichen ebenfalls sehr wichtig. Allerdings habe sich in den Gesprächen gezeigt, dass die direkte Betroffenheit durch politische Entscheidungen eine fast noch größere Rolle spielt, so Studien-Mitautor Florian Walter.

Am besten zeige das ein Beispiel: Ein Großteil der befragten Jugendlichen lehnt ein Wahlrecht für Österreicher, die langfristig im Ausland leben, ab. Dagegen sollten Menschen, die in Österreich leben, hier arbeiten, ihren Wohnsitz haben und bleiben wollen, eher wählen dürfen, meinten die Jugendlichen mehrheitlich.
Jugend aus drei österreichischen Städten
Für das einjährige Projekt wurden 374 Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahre in Telfs, Wels und Wien befragt. Neben Umfragen wurden auch Gruppengespräche geführt, um die Ergebnisse der Befragungen näher zu beleuchten. Das einjährige Projekt wurde vom Institut für Politikwissenschaft in Wien durchgeführt.
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