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MI | 11.04.2012
Inn (Bild: IKB)
WIRTSCHAFT
Aus für geplantes Innkraftwerk bei Telfs
Das bisher geplante Kraftwerksprojekt am Inn bei Telfs wird nicht gebaut. Stattdessen soll ein anderes Projekt etwas weiter flussabwärts entstehen. Details dazu werden die Innsbrucker Kommunalbetriebe am Mittwoch präsentieren.
Landesregierung erfreut über Änderung
Das bisher geplante Kraftwerksprojekt am Inn bei Telfs wird nicht gebaut. Der Bau im Naturschutzgebiet war offenbar nicht genehmigungsfähig.

Umwelt-Landesrat Hannes Gschwentner (SPÖ) begrüßte diese Entscheidung der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) in einer ersten Reaktion gegenüber ORF Tirol.

Auch LH Günther Platter begrüßte in einer Aussendung die neuen Pläne: "Wenn der neue Standort einen noch höheren Mehrwert bringt und die Chancen auf eine zügige Realisierung erhöht, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen". Das Projekt müsse gemeinsam mit den Gemeinden weiterentwickelt werden.
Projekt wird am Mittwoch präsentiert.
Neues Projekt etwas weiter flussabwärts
Wie der Vorstandsvorsitzender der IKB, Harald Schneider, am Dienstag gegenüber ORF Tirol bestätigte, soll stattdessen etwas weiter flussabwärts ein Projekt entstehen. Das neue Projekt wird am Mittwochvormittag präsentiert.
Geplantes Kraftwerk Telfs (Bild: IKB)
Hier war das Innkraftwerk Telfs geplant
Hannes Gschwentner (Bild: ORF)
Gschwentner sah Rietzer und Mieminger Innauen in Gefahr.
Sonderschutzgebiet beeinträchtigt
Bereits im April 2010 erteilte der für Naturschutz zuständige Landesrat Hannes Gschwentner (SPÖ) dem Projekt eine Absage. Begründet wurde dies mit der Beeinträchtigung des Sonderschutzgebietes Rietzer und Mieminger Innauen.

Gegen das Kraftwerk sprachen sich auch die Grünen und der WWF aus. Der Aufwand stehe in keiner Relation zur zu gewinnenden Strommenge. Außerdem wären vom Kraftwerksbau seltene Grauerlen und der Kurzflügelkäfer betroffen.
Günther Platter (Bild: ORF)
Im Frühjahr bezeichnete LH Platter das geplante Innkraftwerk bei Telfs als ein umsetzungsreifes Projekt.
Für Platter umsetzungsreifes Projekt
LH Günther Platter bezeichnete das Innkraftwerk in Telfs im Frühjahr als ein umsetzungsreifes Projekt.

Unmittelbar nach der Atomkatastrophe in Japan im März verstärkte Platter sein Bekenntnis zur Wasserkraft und forderte den raschen Ausbau neuer Anlagen. Er sprach dabei auch das Innkraftwerk in Telfs an. Das sei ideal zur Produktion des Grundlaststroms. Gerade Flusskraftwerke wie jenes in Telfs würden den dringend notwendigen Grundlaststrom bringen. Dabei hätten die Interessen des Landes jedenfalls klar Vorrang, so Platter.
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