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MI | 11.04.2012
Ötzi im Archäologiemuseum in Bozen (Bild: APA/Robert Parigger)
WISSENSCHAFT
Starb Ötzi nach einem Raubüberfall?
Überfall mit Todesfolge - so sieht das Ergebnis des vorerst jüngsten Obduktionsberichtes aus. Bei der Untersuchung der Steinwerkzeuge von Ötzi erlangte ein Wissenschaftler diese Erkenntnisse.
Vermutlich auf Kupferexpedition
Dass der Mann vom Hauslabjoch durch einen Pfeilschuss in die Schulter getötet worden war, ist bekannt. Der deutsche Geoarchäologe Alexander Binsteiner vermutet jetzt, dass Ötzi mit einer Gruppe auf einer Kupferexpedition war. Dabei wollten sie Kupfer aus dem heutigen Oberitalien nach Oberösterreich und Salzburg bringen.
Grabbeigaben bei Ötzis Leiche
Wegelagerer lauerten auf
Am Similaunpass könnten Räuber die Truppe überfallen haben. Dabei wurde Ötzi von einem Pfeil in die linke Schulter getroffen. Seine Begleiter zogen den Pfeilschaft heraus, die Spitze blieb im Körper stecken. Innerhalb kurzer Zeit starb Ötzi an dieser schweren Verletzung.

Binsteiner vermutet, dass Ötzis Weggefährten wegen eines Schlechtwettereinbruchs ins Tal umkehren mussten. Die Leiche ließen sie an Ort und Stelle zurück, legten aber Grabbeigaben dazu. Das könnte der Grund sein, weshalb man bei der Gletscherleiche das wertvolle Kupferbeil fand. Ötzi positionierten sie in einer für ihre Kultur typischen Schlafstellung.
Ötzis Kupferbeil (Bild: Südtiroler Archäologiemuseum)
So ein Kupferbeil fand man bei der Gletscherleiche. In der Jungsteinzeit galt es als hochmoderne Waffe.
20-jähriges Jubiläum des Ötzi-Fundes
Vor bald 20 Jahren, am 19. September 1991, wurde der Mann aus dem Eis in den Ötztaler Alpen in Südtirol gefunden. Durch Gefriertrocknung blieb die Leiche rund 5.300 Jahre erhalten und befindet sich jetzt im Museum Bozen.
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