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MI | 11.04.2012
LHStv Ferdinand Eberle (Bild: ORF)
Ferdinand Eberle
Maßnahmen und Prioritäten
Einen Tag nach den Überschwemmungen sind die Aufräumungsarbeiten in Tirol angelaufen. LHstv Ferdinand Eberle informiert über die zu treffenden Maßnahmen und Prioritäten der Einsätze.
Zwei Hauptbereiche
Eberle: "Wir sind dabei die größten Schäden zu beseitigen. Hier geht es insbesondere um zwei Bereiche: Einerseits die Stromversorgung im Paznauntal wieder herzustellen, wir werden hier im Laufe des Tages alles vorhandene Material und Gerät einsetzten um hier die Stromversorgung wieder herzustellen.

Andererseits geht es darum den entstandenen Dammbruch in Wörgl, der zur Überflutung von großen Teilen Wörgls geführt hat zu beseitigen. Hier geht es insbesondere darum, dass die vorhandenen Speicherkraftwerke im Einflussbereichs des Inns so lange nicht in Betrieb gehen, bis dieser Dammbruch beseitigt ist."
Richtlinie für Evakuierung
"Bei den in den Tälern eingeschlossenen Menschen haben wir eine ganz klare Regelung. Die örtlichen Einsatzleitzungen entscheiden darüber in welcher Dringlichkeit die Bedürfnisse gedeckt werden. Es ist also ein Mischsystem.

Zuallererst geht es um die Versorgung und den Transport von allenfalls Verletzten und Kranken, dann kommt die Versorgung der Bevölkerung und dann kommt die individuelle Ein- und Ausreise, sofern das unbedingt notwendig ist. Parallel dazu laufen bereits die Arbeiten an um wieder eine Landwegverbindung ins Paznauntal herzustellen."
Katastrophenfond: Land zahlt uneingeschränkt
Zur Frage der finanzielle Hilfe sagt Eberle: "Der Katastrophenfond ist in Österreich eine gesetzliche permanent vorhandene Einrichtung. Es geht hier darum, dass Seitens des Finanzministers und der Bundesregierung in diesen Fond die notwendigen Mittel des Bundes hineinfließen.

Wir Seitens des Landes stellen die notwendigen Landesmittel uneingeschränkt zur Verfügung. Die Landesmittel betragen auf Grund der gesetzlichen Basis jeweils 40 Prozent der gesamt aufzubringenden Mittel. 60 Prozent der Mittel kommen vom Bund. Wir in Tirol haben hier Vorsorge getroffen und stellen dies Mittel uneingeschränkt zur Verfügung."
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