Wer will mit zum Mars? Im April nächsten Jahres wird zwei Wochen lang eine rein österreichische Mannschaft eine bemannte Marslandung in der Wüste des amerikanischen Bundesstaates Utah proben. Es werden noch Astronauten gesucht.
Sechs Leute haben Platz Seit Monaten dreht sich bei Gernot Grömer vom Institut für Astrophysik der Uni Innsbruck alles um den roten Planeten Mars.
Er ist Mitorganisator der rein österreichischen Marsmission namens Austromars und ist selbst Fixstarter. Wer auch einmal Astronaut sein möchte, der kann gerne mitfahren. Insgesamt sechs Österreicher haben für die simulierte Marsmission Mitte April 2006 im amerikanischen Utah noch Platz - große Vorkenntnisse werden nicht benötigt.
"Mitmachen kann fast jeder, der sich dazu berufen fühlt. Wir brauchen Leute mit Körpergröße zwischen 1,60 und 1,95 m, bevorzugt mit einem technischen Background. Aber das muss nicht unbedingt sein.", so Grömer (Bild).
Umfangreiche Test Nach dem Auswahlverfahren werden die zukünftigen Marsonauten von Dezember bis März medizinisch und psychologisch auf Herz und Nieren getestet.
Richtig spannend wird es dann aber Mitte April. Die Österreicher werden inmitten der Wüste von Utah in einem so genannten Habitat eingeschlossen und über Nacht geht die Reise zum Mars.
"Da wird die Türe zugemacht und am nächsten Tag wachen wir am Mars auf – simuliert natürlich."
24 Quadratmeter für sechs Leute Luxus darf man sich auf dem Mars keinen erwarten. Die Raumstation ist lediglich sechs Meter im Durchmesser und zweieinhalb Stockwerke hoch.
"Das Leben auf 24 Quadratmetern für sechse Leute ist sehr beengt." weiß Gernot Grömer, er hat bereits 2003 eine solche Marssimulation mitgemacht. Auch der Magen wird sich umstellen müssen: Gefriergetrocknete Nahrung und Pulverkaffee - mehr gibt es einfach nicht. Geschlafen wird in kleinen Kojen und die größte Freude wird eine äußerst kurze Dusche alle drei Tage sein.