Tirol ORF.at
MI | 11.04.2012
Sölden
Diskussionen über Flughöhe des Hubschraubers
Frühestens am Donnerstag wird sich entscheiden, wann die betroffene Seilbahn nach dem Unglück wieder in Betrieb gehen darf. Neue Diskussionen gibt es rund um die Flughöhe des Hubschraubers.
Genaue Höhenvorgaben fehlen
Laut Bescheid musste der Pilot seinen Helikopter in ausreichender Höhe, wie es wörtlich heißt, über die Seilbahn fliegen. Genaue Höhenvorgaben fehlen allerdings in diesem Bescheid. Und ebenso wenig genau sind die Angaben diverser Augenzeugen. In verschiedenen Medien sprechen einige davon, dass besagter Hubschrauber während seiner Flüge oft nur relativ knapp über die Seilbahn geflogen wäre.
Subjektive Wahrnehmung
"Es wurden unterschiedliche Angaben gemacht. Ich gebe in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass jede Wahrnehmung eine subjektive Wahrnehmung ist, und vom jeweiligen Standort des Beobachters abhängig ist", so der zuständige Einsatzleiter der Polizei, Bezirkskommandant Hubert Juen. "Zudem gibt es auch die Aussage des Piloten, der angegeben hat, dass er in ausreichender Höhe über die Seilbahn geflogen ist."
Flughöhe lässt sich schwer feststellen
Der Pilot schätzt diese auf 100 bis 150 Meter. Die tatsächliche Flughöhe lässt sich laut Juen allerdings nur schwer feststellen - anders als bei Flugzeugen gäbe es nämlichen bei diesem Helikopter keinen so genannten Flugschreiber.
Untersuchungen am Seil der Gondelbahn
Was die Untersuchungen am Seil der Gondelbahn in Sölden betrifft, werden sich diese jetzt zumindest um einen Tag verschieben. Das Seil, auf das der 700 Kilogramm schwere Betoneimer gedonnert war, muss jetzt nämlich eingefahren und dann geröntgt werden.
Größte Sorgfalt
"Das Einfahren der Gondel geht sehr langsam vor sich. Es muss mit größter Sorgfalt passieren, und die Untersuchungen werden unseren Informationen nach noch den ganzen Donnerstag in Anspruch nehmen", so Bezirkskommandant Hubert Juen.
Dann sollte aber feststehen, wann die Gondelbahn auf die "Schwarze Schneid" wieder in Betrieb gehen darf. Wesentlich länger, das steht mittlerweile auch fest, werden die Untersuchungen am Helikopter und an besagtem Lastenhaken dauern. Bis die eigentliche Unglücksursache geklärt ist, können Tage, möglicherweise sogar Wochen vergehen.
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