Tirol ORF.at
wetter.ORF.at
MO | 13.02.2012
Foto APA
Imagetour
Kritik an TIWAG Bilanz
Die Kommunikationsoffensive der TIWAG bezüglich neuer Kraftwerke in Tirol wird heftig kritisiert. Während die TIWAG von einem Erfolg spricht, orten Bürgerinitiativen Realitätsverlust bei den TIWAG-Verantwortlichen.
Fairer Dialog
Von einem harten, aber fairen Dialog hatte TIWAG Vorstandsvorsitzender Bruno Wallnöfer gesprochen. In 27 der 28 besuchten Gemeinden habe man Missverständnisse über die Kraftwerksprojekte ausgeräumt.
Keine Annäherung bei informellem Gespräch
Das stimme nicht, sagen jetzt mehrere Bürgerinitiativen. Die TIWAG täusche vorsätzlich die Öffentlichkeit.

Der Auftritt der TIWAG-Delegation im Ötztal sei ein Kommunikationsdesaster gewesen, sagt Alexander Giacomelli vom Aktionsbündnis Ötztal. Das auf Wunsch einiger Vertreter der Bürgerinitiative stattgefundene informelle Gespräch habe keine Annäherung erbracht.
"Vereinbarung gebrochen"
Giacomelli: "Es war ein leeres Gespräch. Wir hatten ausgemacht dass Stillschweigen über das Gespräch vereinbart werde, aus unserer Sicht wurde das aber nicht eingehalten. Die TIWAG hat mehrfach erwähnt dass sie sich mit dem Aktionsbündnis getroffen haben und dem Ganzen einen positiven Anstrich gegeben. Wir haben das aber nicht so empfunden."
Weitere Termine
Man fühle sich missbraucht, heißt es aus dem Ötztal, trotzdem wurde ein weiterer Termin vereinbart.

Auch im Stubaital ortet die dortige Aktionsgemeinschaft "Realitätsverlust" bei der TIWAG-Führung. Angebliche Dialog-Erfolge seien reines Wunschdenken, heißt es.
Keine Information in Osttirol
Auch aus Osttirol kommt Kritik an der Informationskapgne der TIWAG betreff neuer Kraftwerke. Es habe bis dato noch kein einziges Gespräch zwischen Tiwagvertretern und Kraftwerksgegnern in Matrei stattgefunden. Die Informationskampagne habe bisher eher außerhalb von Matrei stattgefunden. Nicht zuletzt deshalb werde auch der Widerstand in der Bevölkerung gegen die Kraftwerkspläne in Osttirol immer größer - das würden die aufgelegten Unterschriftenlisten zeigen, heißt es.
Wallnöfer: "Von Konsens keine Rede"
Auf völliges Unverständnis stößt diese Kritik bei Tiwag Chef Bruno Wallnöfer. Es habe viele Informations-Gespräche gegeben in den vergangenen Wochen. Manche seien gut, verlaufen manche weniger. Von einem Konsens mit den Bürgerinitiativen sei nie die Rede gewesen.
"Gespräche waren gutes Signal"
Bruno Wallnöfer: "Ich habe bei unserer letzten Pressekonferenz ausgeführt, dass ich mich sehr darüber freue, dass ein Gespräch mit unseren besonders aggressiven Kritikern dem Aktionsbündnis Ötztal möglich war, das war für mich ein gutes Signal.

Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass wir dort überzeugt hätten. Das wäre realitätsfern, das Aktionsbündnis gehört  nicht zu den ersten die wir überzeugen können und vielleicht gelingt es uns auch nicht."
Seitens der TIWAG, so Wallnöfer weiter, bleibe die Kommunikationstüre weiterhin offen.
Ganz Österreich
Tirol News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News