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neue Ära |
17.11.2005 |
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"Intelligente" Lok für den Brennerverkehr
Eine "intelligente" Lok soll den Güterverkehr auf der Schiene schneller und sicherer machen undeine neue Ära im alpenquerenden Schienenverkehr einleiten. Die Dispo-Lok von Siemens kann in Österreich und in Italien fahren.
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Güterverkehr |
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In Österreich Wechselstrom
Bisher war dies nicht möglich, weil die Züge in Österreich mit Wechselstrom fahren, in Italien mit Gleichstrom. Mit der neuen Lok entfällt der zeitaufwändige Wechsel der Lokomotive.
Was im Güterverkehr nun möglich ist, sollte doch eigentlich längst schon auch für den Personentransport möglich sein. Am Brenner müssen Zugreisende immer noch zwölf Minuten warten, bis die Lok ausgetauscht wird.
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Technisch hochkomplizierte Lok
Für die technisch hochkomplizierte vier Mio. Euro teure Lokomotive stellt die Staatsgrenze am Brenner nun kein Hindernis mehr dar. Die Techniker von Siemens sprechen von einem Meilenstein im Alpen querenden Schienengüterverkehr.
Die Dispolok kann von München bis Verona durchfahren. Bisher musste am Brenner die Lok getauscht werden. Die Bahnen in Deutschland und Österreich funktionieren nämlich mit Wechselstrom, die italienischen Bahnen mit Gleichstrom.
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 Dispo Lok von Siemens
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Rail Traction Company |
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Revolutionärer Schritt
Der Wechsel der Zugmaschine war ein zeitaufwändiger Vorgang, der mindestens eine halbe Stunde gedauert hat und immer noch dauert. Denn derzeit haben noch nicht alle Eisenbahnunternehmen die intelligente Lok von Siemens angemietet.
Zwei private Eisenbahngesellschaften profitieren derzeit vom revolutionären Schritt der interoperablen Züge: Die Rail Traction Company und die Gesellschaft Lokomotion.
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Schneller, sicherer
Harald Schmittner, Geschäftsführer "Lokomotion", Bozen: „Mit interoperablen Zügen sind wir in der Lage, die Lok dranzulassen, das ist ein sicherheitstechnischer Vorteil und die Abwicklung erfolgt schneller.“
Anstatt einer halbe Stunde steht der Güterzug so vier Minuten am Brenner. Den Qualitätssprung macht aber nicht nur die Zeit aus, die eingespart wird.
Walter Breinl, Geschäftsführer Siemens Dispolok, München: „Probleme sind eher Störfälle, hier hat man die Störfälle im Griff, denn es entfallen Lokwechsel, Bremsproben, der störanfällige Teil ist wesentlich reduziert.
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Fünf Züge täglich
Fünf Züge fahren derzeit täglich mit der intelligenten Lok über den Brenner. Das sind 30 Prozent des Güterverkehrs auf dieser Strecke. Im nächsten Jahr sollen zwei Güterzüge täglich dazu kommen.
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Die Lösung?
Ist die interoperable Dispolok die Lösung, um die Lkws endgültig auf die Schiene zu bringen?Harald Schmittner: „Wir wollen uns nicht auf die interoperablen Züge verlassen, das ist nur ein Pluspunkt, um den Verkehr auf die schiene zu bringen. Jährliche Zuwächse sind durch die Dispolok sicher einfacher.“
Walter Breinl: „Anfragen sind da, es wird kommen.“
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Siemens rechnet damit, dass die Zugreisenden in zwei Jahren vom lästigen Warten am Brenner erlöst werden. Sofern auch die italienischen Staatsbahnen endlich einen Schritt in die Moderne wagen und sich die intelligente Mehrsystemlok leisten wollen.
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ÖBB: "Taurus 3"
"Taurus 3" heißt die neue Lokomotiv-Reihe, mit der die ÖBB jetzt noch schneller und moderner werden will. Das Prozedere rund um den Lokwechsel am Brenner wird damit nämlich umgangen.
Seit Jahren haben die ÖBB Mehrsystem-Loks, die mit beiden Stromarten fahren können. Eingesetzt werden sie auf der Strecke Innsbruck - Lienz. Mitte nächsten Jahres sollen diese alten Loks abgerüstet werden und neue Taurus 3 Loks kommen. Schneller als die bisherigen Mehrsystemloks, aber genauso für mehrere Stromsysteme einsetzbar. 50 Stück sind schon bestellt, 2007 soll die Umrüstung abgeschlossen sein.
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