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MO | 13.02.2012
Rodelunfall Nauders (Bild: Köchler)
in bach gestürzt
Tödliche Rodelpartie in Nauders
Ein deutscher Urlauber ist in der Nacht auf Donnerstag in Nauders beim Rodeln ums Leben gekommen. Der 28-Jährige konnte erst nach einer Suchaktion gefunden werden, er war mit dem Kopf voraus in ein Bachbett gestürzt.
Bild oben:
Ein Bergbahnmitarbeiter
an der Unglücksstelle
Nicht im Tal angekommen
Gegen 20.00 Uhr starteten die deutschen Urlauber ihre Rodelpartie. Mit dem Lift fuhren die drei Freunde zur Bergstation Lärchenalm. Nach zwei Abfahrten auf der beleuchteten Rodelbahn kehrten sie dort ein. Die letzte Abfahrt wurde dann dem 28-Jährigen zum Verhängnis.

Zwei der drei Männer rodelten auf der unbeleuchteten Skipiste talwärts. Als der 28-Jährige nicht im Tal ankam, begann die Suche nach ihm. Eine Kontrollfahrt mit dem Skidoo blieb vorerst ergebnislos.
Genickbruch
Erst als auch Bergrettung und Alpinpolizei die Suche unterstützten, wurde der Deutsche kurz nach 2.00 Uhr leblos in einem Bachbett gefunden. Er dürfte die Kontrolle über seine Rodel verloren haben und ins Bachbett gestürzt sein. Dort prallte er gegen einen Baumstamm und brach sich das Genick.
Rodelverbot auf der Piste
Der Geschäftsführer der Bergbahnen Nauders, Heinz Pfeifer, zeigte sich betroffen: Die Bergbahnen sind Betreiber der Rodelbahn. „Dieser Unfall ist äußerst tragisch. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Wir müssen aber dennoch auf die Tragweite des Fehlverhaltens hinweisen. Auf einer unbeleuchteten Skipiste abzufahren kann tödlich enden, wie wir nun leider miterleben mussten. Genau genommen ist es sogar verboten, mit der Rodel auf der Piste abzufahren“, so Pfeifer. Die Bergbahnen Nauders warnen eindringlich davor, außerhalb der beleuchteten Rodelbahnen talwärts zu fahren.
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