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Dokumentarfilm |
31.01.2006 |
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"Darwin's Nightmare" Oscar-nominiert
Der Streifen "Darwin's Nightmare" des aus Tirol stammenden Regisseurs Hubert Sauper ist für den Dokumentarfilm-Oscar nominiert. Das hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles bekannt gegeben.
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Hubert Saupers Streifen gewann bereits den europäischen Dokumentarfilmpreis. |
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2004 uraufgeführt
Der Film wurde bereits mit dem europäischen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Die beim Filmfestival in Venedig 2004 uraufgeführte österreichisch-französisch-belgische Koproduktion handelt von den Auswirkungen der Globalisierung am Beispiel der Lebensbedingungen am Victoriasee in Tansania und Kenia.
Der 1966 in Tirol geborene Sauper studierten in Wien und Paris Filmregie und lebt seit zehn Jahren in Frankreich. Bekannt wurde er mit der Dokumentation "Kisangani Diary" (1998), in der es um Flüchtlinge aus Ruanda geht. "Darwin's Nightmare" ist ein verstörendes Porträt der afrikanische Region rund um den Victoriasee, in der Waffenschmuggel eine wichtige Rolle spielt.
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Essen, Munition und Waffen
50 Tonnen Fischfilet exportiert die Region um den Victoriasee täglich. Eine ganze Industrie entwickelte sich rund um das Geschäft mit dem Fisch. Sauper arbeitet in "Darwin's Nightmare" grundsätzlich ohne erklärenden Kommentar aus dem Off.
Dafür fragt er die Interviewten immer wieder: "Und was ist in den Flugzeugen, wenn sie herkommen?" - "Leer, sie sind leer," ist die Antwort, die er immer wieder erhält.
Aber er weiß es besser. Bei den Dreharbeiten zu "Kisangani Diary" beobachtete der Filmemacher riesige Flugzeuge, die Hilfslieferungen in die Krisenregion im Kongo brachten. Doch sie transportierten nicht nur Essen, sondern auch Munition und Waffen.
Auch die Flugzeuge, die den Fisch aus der Region um den See transportieren, sind nicht leer, wenn sie kommen. Ganz zum Schluss erst gibt einer der Piloten betroffen zu, was für eine tödliche Fracht er bringt.
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Einsichten geben
Sechs Monate lebte Sauper am Victoriasee und recherchierte für seinen Film. "Es gibt einen Unterschied zwischen Filmen, die aufdecken wollen und Filmen, die Einsichten geben wollen", sagte der Regisseur. Statt einfache Lösungen anzubieten, versucht Sauper, das "Gesicht des Dilemmas in seiner Komplexität" einzufangen.
"Es ist unmöglich, in so einem destruktiven System einen eindeutigen Schuldigen zu finden. Es sind keine bösen Fratzen, die einem da begegnen, sondern nette Leute, die 'nur ihren Job machen'."
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