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MI | 21.03 | 17:43
Emöke Baráth (Bild: Festwochen)
Ungarin gewinnt Cesti-Wettbewerb
Die 25-jährige Emöke Baráth aus Ungarn hat am Donnerstagabend den Cesti-Gesangswettbewerb im Zuge der Innsbrucker Festwochen gewonnen. Neben 4.000 Euro erhält sie eine Rolle bei den Festwochen 2013.
Erster Gesangswettbewerb großer Erfolg
Sowohl das Publikum als auch die Jury waren sich einig. Emöke Baráth ist die Gewinnerin des diesjährigen Cesti-Gesangswettbewerbs und gewann auch den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis. Fast noch wichtiger für die Ungarin ist, dass sie mit ihrem Sieg im kommenden Jahr Fixstarterin bei den Festwochen der Alten Musik sein wird.

1. Preis: Emöke Baráth
2. Preis: Tehila Nini Goldstein
3. Preis: Romina Tomasoni

1.500 Euro für den Nachwuchspreis gingen an Anna Maria Sarra aus Italien.
Rupert Enticknap hat den Preis des Festivals Resonanzen gewonnen und darf im Wiener Konzerthaus ein Konzert geben.

Die weiteren Preisträger Romina Tomasoni, Anna Maria Sarra und Tehila Nini Goldstein.
Alessandro De Marchi (Bild: Innsbrucker Festwochen/Vandory)
Alessandro De Marchi ist künstlerischer Leiter der Festwochen, Dirigent und Jurymitglied.
Internationale Jury wählt aus
Den jungen Künstlerinnen und Künstlern wurde einiges abverlangt: Beherrscht werden mussten etwa Arien aus Opern von Monteverdi, Händel oder Vivaldi. Über den Sieger entschied eine hochkarätige international besetzte Jury, der z.B. Alessandro De Marchi (künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen), Sophie de Lint (designierte Operndirektorin Opernhaus Zürich) oder Joshua Winograde (künstlerischer Betriebsdirektor der Los Angeles Opera) angehören.

Zu gewinnen gab es drei Hauptpreise, die mit 4.000, 3.000 und 2.000 Euro dotiert sind, einen Nachwuchspreis und einen Publikumspreis. Der Sieger erhält außerdem Sonderpreise wie eine Rolle bei der BAROCKOPER: JUNG oder ein Engagement am Theater an der Wien.
Die zehn besten sangen im Finalkonzert
Ingesamt bewarben sich 120 Sängerinnen und Sänger aus 34 Nationen. Am Mittwoch standen die zehn Gesangstalente fürs Finale fest:

Rupert Enticknap (Großbritannien, 24 Jahre)
Sharvit Hagar (Israel/Deutschland, 24 Jahre)
Tehila Nini Goldstein (Israel/USA, 29 Jahre)
Giuseppina Bridelli (Italien, 25 Jahre)
Benedetta Mazzucato (Italien, 22 Jahre)
Filippo Mineccia (Italien, 30 Jahre)
Anna Maria Sarra (Italien, 22 Jahre)
Romina Tomasoni (Italien, 29 Jahre)
Martin Vanberg (Schweden, 32 Jahre)
Emöke Baráth (Ungarn, 25 Jahre)
Ein musikalischer Pionier als Namensgeber
Benannt ist der Gesangswettbewerb nach Pietro Antonio Cesti, einem italienischen Komponisten des 17. Jahrhunderts. Unter ihm entwickelte sich Innsbruck zu einem Zentrum der italienischen Oper an der Nordseite der Alpen. Der Wettbewerb befasst sich mit der historischen Barockoper und richtet sich an junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt. Er soll als Sprungbrett für eine internationale Gesangskarriere dienen.
La Calisto (Bild: Innsbrucker Festwochen/Vandory)
In diesem Jahr sang die Vorjahressiegerin Anna Gorbachyova in Francesco Cavallis Oper "La Calisto" die Hauptrolle der Nymphe Callisto.
Anna Gorbachyova (Bild: Innsbrucker Festwochen/Vandory)
Die 25-jährige Russin Anna Gorbachyova gewann 2010 den Cesti-Wettbewerb.
Vom Cesti-Wettbewerb auf internationale Podien
Unter den Gewinnern des Cesti-Wettbewerbs zu sein bedeutet großes Renommee. Die Vorjahressiegerin Anna Gorbachyova sang infolgedessen im Moskauer Kreml, an der Budapester Oper oder am Theater an der Wien.

Bei den diesjährigen Festwochen wird sie unter anderem die Hauptrolle in Francesco Cavallis "La Calisto" singen. Außerdem besteht fast die gesamte Besetzung in dieser BAROCKOPER: JUNG-Produktion aus Teilnehmern des Cesti-Wettbewerbs vom Vorjahr.
Marie Sophie Pollak (Bild: Innsbrucker Festwochen)
Marie Sophie Pollak ist eine Cesti-Finalistin aus dem Vorjahr. Bei den Festwochen 2011 ist sie als "flotte Biene" Vespetta in Telemanns "Pimpinone" zu sehen und hören.