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MI | 21.03 | 17:37
Aufstieg Ochsenwand (Bild: Gogl)
Klettersteig auf die Große Ochsenwand
Heute nimmt Sie unser Bergfex Hubert Gogl ordentlich ran! Denn auf die Große Ochsenwand im Stubai können nur wirkliche Profis, die auch nach sieben Stunden noch frisch ausehen. Viel Spaß!
Raufklettern auf 2.700 Meter
Charakter: einer der schönsten Tiroler Klettersteige; sehr anspruchsvolle Tour!
Entfernung: Aufstieg ca. 900 m; Abstieg bis zu 1800 Hm!; Zeit: ca. 7 ½ Std.
Ausgangspunkt: Fulpmes; Talstation Schlick 2000

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Wilde Felswände nur für Trittsichere
Das Dreigestirn Seespitze, Riepenwand und Große Ochsenwand bildet den eindrucksvollen Talschluss des Schlickerkessels: wilde Felswände, die über der Schlickeralm aufragen. Den äußerst rechten Felsklotz – die Große Ochsenwand (2700 m) – können versierte, trittsichere Klettersteigfreunde über den anspruchsvollen Schlicker Klettersteig in kühner Linienführung über die Südkante erreichen.
Die Kletterroute auf die Ochsenwand (Bild: Gogl)
Die Kletterroute auf die Ochsenwand.
Steiles Grasgelände ohne Seilsicherung
Der Klettersteig (Schwierigkeit C/D) erfordert neben den klettertechnischen Schwierigkeiten ein ordentliches Maß an alpiner Erfahrung: Passagen des Anstieges sind im steilen Grasgelände ohne Seilversicherung zu bewältigen, wie auch einige Felsgratpassagen. Komplette Klettersteigausrüstung mit Sitzgurt, Helm, Klettersteig-Set und Handschuhe!!
Einstieg (Bild: Gogl)
Hier beginnt`s.
Ausgangspunkt, Start:
Sie fahren mit der Gondelbahn Schlick 2000 bis auf das Kreuzjoch (2136 m). Die erste Gondel fährt um 9:00 Uhr. Über einen breiten Familienwanderweg wandern Sie an der Zirmachalm vorbei in den hinteren Talboden der Schlickeralm abwärts. Beim großen Hinweisschild steigen Sie über die Schotterreise am gut markierten Steig zum Einstieg am Fuß der Südkante der Ochsenwand auf (2000 m; große Markierung am Fels; 25 min ab Schild; ca. 45 min ab Bergstation)
Alternative:
Da die Bahn erst relativ spät fährt, ist es empfehlenswert mit dem Hüttentaxi der Schlickeralm bereits um 7. 30 Uhr in Schlick zu fahren. Telefonische Anmeldung unter +43/5225/62409. Von der Schlickeralm (1643 m) geht’s dann über den Schlickerboden hinein, um dann rechts zum Einstieg zu gelangen (gut markiert; ca. 50 min.)
Wand (Bild: Gogl)
Perfekt ausgerüstet geht’s "auffi"
Die Route
Der Klettersteig führt über die Südkante der Ochsenwand. Die schwersten Meter sind gleich zu Beginn, sozusagen als Referenzgröße. Wer hier Schwierigkeiten hat, sollte besser umdrehen! Im wechselnden Gelände – teils überhängend, über Platten, durch Verschneidungen, über Grataufschwünge gewinnen Sie entlang des Klettersteigseiles an Höhe. Ein vermeintlich leichterer Abschnitt unterbricht die Felskletterei – ein steiler Grashang. Für viele ist diese Strecke sicherlich leicht, mancher wird aber im exponierten Gelände ohne Seilversicherung sehr gefordert sein. Trittsicheres Gehen ist hier essentiell.
Wand (Bild: Gogl)
Die Route ist sehr abwechslungsreich.
Ganz oben am Gipfel
Nach drei bis vier Stunden erreichen Sie den Gipfel der Großen Ochsenwand. Herz und Augen erfreuen sich am Fernblick und am Ambiente der eindrucksvollen Felsnadeln der Kalkkögel. Aber: Die Schwierigkeiten sind noch nicht zu Ende, denn es wartet beim Abstieg ein weiterer anspruchsvoller Klettersteig in die Alpenklubscharte hinunter.
Ausblick (Bild: Gogl)
Ein unglaublicher Ausblick....!
Auch der Abstieg ist eine Herausforderung
Vom Gipfel gehen Sie am Grat Richtung Norden und steigen dann in Richtung Scharte ab. Schon bald erreichen Sie den Klettersteig. Gerade abwärts ist volle Konzentration gefordert. Nach ca. 1 bis 1 ½ Stunden ab dem Gipfel sind die Schwierigkeiten gemeistert und Sie stehen in der Alpenklubscharte (2451 m). Die Klettersteig-Ausrüstung darf nun in den Rucksack. Sie folgen dem markierten Steig durch die Rossgrube in die Schlick hinunter.
Schlickeralm (Bild: ORF)
Die Schlickeralm
Endlich, die verdiente Einkehr!
Nach insgesamt ca. 7 Stunden erreichen Sie die Schlickeralm (1643 m), wo Sie sich eine ordentliche Stärkung redlich verdient haben. Ein Blick auf die Uhr ist aber ratsam – die letzte Gondel fährt von der Mittelstation in Froneben um 17:00 Uhr (Gehzeit Schlickeralm – Froneben: ca. 40 min). Schaffen Sie die letzte Bahn nicht, kommen zusätzlich knapp 400 Hm Abstieg bis zur Talstation der Schlick 2000 dazu. Alternativ: Anfrage bezügl. Hüttentaxi der Schlickeralm.
Radio Tirol am Freitagnachmittag, 15.7.11