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MI | 11.04.2012
Markus Kronthaler (Bild: ORF)
Erschöpfung
Markus Kronthaler im Karakorum verstorben
Der Unterländer Höhenbergsteiger Markus Kronthaler ist tot. Der Kufsteiner ist nach der Besteigung des 8.047 Meter hohen Broad Peak im Karakorum nicht mehr ins Lager zurückgekehrt. Die Erschöpfung beim Abstieg war zu groß.
Schwierigkeiten beim Abstieg
Am Freitag hat der Kufsteiner Extrembergsteiger Markus Kronthaler noch den Gipfelsturm auf den Broad Peak geschafft, offenbar mit letzter Kraft, wie sein Bruder Georg Kronthaler am Samstag gegenüber ORF Radio Tirol mitteilte. Die Männer hätten auf etwa 8.000 Meter am Vorgipel biwakiert, danach seien sie auf den Hauptgipfel hinübergequert.

Beim Abstieg vom Vorgipfel seien sie nicht mehr vorwärts gekommen, und Markus sei in der Nacht auf Samstag an Erschöpfung gestorben.
Verfolgt von schlechtem Wetter
Nach einer Nanga-Parbat-Expedition vor zwei Jahren wollten Kronthaler und Bachmair diesmal den Broad Peak bezwingen, was auch gelang. Für Markus Kronthaler endete der Gipfelsturm allerdings tödlich. Die ganze Expedition sei von schlechtem Wetter begleitet gewesen. Das sei die letzte Chance gewesen, die sie nützen wollten, so Georg Kronthaler.

Die Leiche des verstorbenen Alpinisten wird von polnischen Bergsteigern auf 8.000 Meter Höhe beigesetzt. Eine Bergung wäre unter den extremen Bedingungen zu gefährlich, so die Familie. Nach der Rückkehr der übrigen Expeditionsmannschaft aus dem Karakorum wird es in Kufstein aber eine Trauerfeier für Markus Kronthaler geben.
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