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MI | 11.04.2012
(Bild: Olympiaworld Innsbruck)
Olympiaworld
Gemeinderat behandelt Millionendefizit
Am Mittwoch steht in Innsbruck der letzte Gemeinderat vor der Sommerpause mit einem brisanten Thema auf dem Programm. Für Aufregung sorgt ein Defizit von zwei Millionen beim Betrieb der Innsbrucker Olympiaworld.
Kontrollamtsbericht: Zwei Mio. Abgang
Durch den Bau einer kleinen zusätzlichen Eishalle, durch die Sanierung der alten Olympiahalle, durch das Zusammenlegen der Sportanlagen und Hallen in einer Gesellschaft werde alles besser, so lautete das Versprechen der Stadtführung vor den Investitionen.

Das alles sei nicht eingetroffen, kritisiert jetzt die Opposition in Innsbruck und verweist auf den Bericht des Kontrollamts. Gut zwei Millionen Defizit hat die Olympia-Gesellschaft im Vorjahr gemacht.
Keine Multifunktionshalle
Das sei mehr als doppelt so viel als ursprünglich versprochen, kritisierte Gebi Mair von den Innsbrucker Grünen am Mittwoch.

Mair spricht dabei von Fehlplanungen, so sei die Olympiahalle auch nach der Sanierung keine wirkliche Multifunktionshalle mit vielen Veranstaltungen.
Gebi Mair: "Desaster wird weiter gehen"
Gebi Mair: "Wir Grüne erwarten, dass das Desaster weiter gehen wird, denn es gibt ja nicht mehr Veranstaltungen. Im Jahr 2005 gab es die Eishockey WM und die Universiade in der Olympiaworld, trotzdem war das Defizit groß. Heuer gibt es diese Veranstaltung nicht, da wird das Defizit noch größer werden."
Landeshauptmann Herwig van Staa, er war bei der Entscheidung in Innsbruck damals Bürgermeister, weist die Vorwürfe zurück.
Van Staa: "Zeit für Entwicklung"
Van Staa: "Man hat die ganzen Umbauten gestaltet und Promotionsveranstaltungen zu Sondertarifen machen müssen und soll jetzt ein bisschen Zeit für die Entwicklung geben. Ich bin davon überzeugt, dass es sich gut entwickeln wird.

Die andere Lösung wäre gewesen, dass man alles verlottern hätte lassen, dann hätten wir Ruinen und bei den Ruinen wären die Betriebskosten noch viel höher."
Van Staas Nachfolgerin in Innsbruck, Bürgermeisterin Hilde Zach ist am Donnertag im Gemeinderat mit dem Thema Olympiaworld konfrontiert.

Dann wird es auch um die vielfach kritisierte Abfertigung von Ex-FPÖ-Chef Franz Linser gehen, der nach 16 Monaten als Manager in der Olympiaworld 35.000 Euro Abfertigung bekam. Freiwillig gewährt vom Zuschuss-Unternehmen Olympia Sport und Veranstaltungs-Gesellschaft, wie das Kontrollamt bereits moniert hat.
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