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MI | 11.04.2012
Fiona Swarovski (Bild: APA)
laut reisepass
Fiona Swarovski heißt eigentlich nicht so
Fiona Swarovski heißt eigentlich nicht Swarovski. In Dokumenten steht sie mit Fiona Pacifico Griffini-Grasser, geborene Winter. Den Namen des Kristallkonzerns führt sie vermutlich, weil es vorteilhaft für sie ist.
Namensänderung keine Affäre
Doch wie schaut es rechtlich mit einer Namensänderung aus? Kann man sich einfach einen anderen Namen geben?

Eduard Vetter, vom Meldeamt im Stadtmagistrat Innsbruck hat mit Tirolern zu tun, die gerne anders heißen würden. Wenn das Gesetz es erlaubt, ist so eine Namensänderung für Vor- und Nachnamen keine Affäre. Vier bis fünf Mal im Jahr hat Vetter mit solchen Fällen zu tun.
500 Euro kostet so eine Namensänderung und sie gilt für zehn Jahre, sagt Vetter. Wenn man in der Zwischenzeit mögliche Namen gebende Vorbilder nicht mehr so toll findet, kann in der Zwischenzeit der Name aber nicht geändert werden.
Gratis-Änderung in Ausnahemfällen
Gar nicht lustig sind allerdings jene Namensänderungen, die laut Gesetz kostenlos sind, weil sie das Leben beeinträchtigen. Vetter kennt das Beispiel, wo jemand mit Vornamen Kamel hieß. Dieser Name sei sozial nicht verträglich und daher der neue Name ohne Weiteres in die Dokumente eingetragen worden.

Im Fall Fiona Swarovski sei die Sachlage etwas anders. Da sie den Namen nur in der Öffentlichkeit führt, in den Dokumenten wie etwa Heiratsurkunde anders heißt, ist das nicht kostenpflichtig und muss auch nicht gemeldet werden. So ein Pseudonym oder einen Künstlernamen kann sich jeder zulegen.
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